Sternekoch will "Astra-Pott" retten

<strong>Familie Evangelou hofft </strong>auf Sternekoch Frank Rosin (Mitte):  Vassilios (von links), Ekaterina, Marina und Alexios blicken optimistisch in die Zukunft. <foto>Daebeler</foto>
Familie Evangelou hofft auf Sternekoch Frank Rosin (Mitte): Vassilios (von links), Ekaterina, Marina und Alexios blicken optimistisch in die Zukunft. Daebeler

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08. Juli 2013, 01:14 Uhr

Pinneberg | Er kommt. Er kocht. Und er hilft Gastronomen, die irgendwo falsch abgebogen sind, zurück auf die Siegerstraße. Sternekoch Frank Rosin hilft, wenn Restaurants fast am Ende sind. Wenn die Gäste ausbleiben, der Besitzer unter seiner Schuldenlast erdrückt wird. Und wenn das Team sich nur noch gegenseitig fertig macht. Einer dieser Wirte ist Vassilios Evangelou. Der 56-Jährige betreibt "Nicos Astra Pott" mitten in der Pinneberger City. In den vergangenen Tagen drehte Kabel eins dort eine Folge für die fünfte Staffel von "Rosins Restaurants".

Schon als junger Mann hat Vassilios Evangelou im Pinneberger Kultrestaurant "Nicos Astra Pott" gearbeitet und dort auch kochen gelernt. Viele Jahre lang arbeitete der Grieche in der Gastronomie, betrieb verschiedene Restaurants, lernte auch dort seine Frau Marina Evangelou-Karasik (42) kennen.

Aufgrund der wirtschaftlichen Krise in Deutschland versuchte die Familie zwischenzeitlich in Griechenland ihr Glück. Doch der "Astra Pott" sollte Vassilios nicht loslassen. 2011 rief der Eigentümer an und wollte die Familie als Betreiber haben. "Zurück zu den Wurzeln" dachte sich der 56-Jährige - und gab zusammen mit der gemeinsamen Tochter Valentina (15), Marinas Tochter Ekaterina (24), und deren griechischem Verlobten Alexios Mokos (27) in Griechenland alles auf. Der Weg zurück nach Deutschland ist ein steiniger. Das einstige Kultrestaurant läuft einfach nicht. Die Gäste bleiben aus und die Schulden werden immer höher. Tochter Ekaterina war es, die sich an Frank Rosin wandte. Der Fernsehkoch, der in seinem Geburtsort Dorsten ein Restaurant betreibt ist bekannt für klare Ansprache. Sein Anspruch ist es, aufzuräumen.

Neue Möbel, eine von 115 auf 20 Gerichte "herunter gekochte" Speisekarte, eine neue Aufgabenverteilung: Rosin und seine Crew, zu der auch Psychologen gehören, ließ kaum etwas unangetastet. Vor allem aber gehts dem Starkoch um die Einstellung zum eigenen Lokal: "In einem guten Restaurant wird mit Liebe und Zuneigung gearbeitet." Gyros und Fritten gebe es an jeder Ecke. An der Dingstätte werde jetzt "ehrlich, frisch und von Hand" gekocht. Es waren harte Tage für Familie Evangelou, das räumt Chefin Marina ein: "Ja, aber jetzt sind wir optimistisch." Ob sich der Besuch Rosins gelohnt hat, das können Pinneberger mit einem Besuch des und in "Alexandros" umbenannten Restaurants an der Dingstätte ab sofort selbst testen. Wie Rosin seine Schützlinge mitgezogen hat, zeigt Kabel eins voraussichtlich im August.

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