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Bönningstedt : Stellungnahme zur S21-Elektrifizierung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Bönningstedter Politiker haben einstimmig Eckpunkte zur geplanten Elektrifizierung der AKN-Strecke für die S21 beschlossen.

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2017 | 16:00 Uhr

Bönningstedt | Auf zwölf Seiten nimmt die Gemeinde Bönningstedt nun Stellung zur geplanten Elektrifizierung der AKN Strecke für die S21. Darin sind unter anderem die Schließzeiten der Schranken an den Bahnübergängen thematisiert. Zum einen wird hier bei längeren Schließungen das Durchkommen der Einsatzkräfte der Feuerwehr bedacht. Auch die Gefahr von langen Fahrzeugstaus, die zu Stoßzeiten bis zur Kreuzung an der Kieler Straße reichen, beanstandet die Gemeinde.

Doch der größte Problempunkt ist für die Gemeindevertreter weiterhin die mögliche Oberleitung oder die Stromschiene, die für die Stromversorgung der Bahn benötigt wird. Axel Graßmann (fraktionslos) betonte dabei, dass der Gefahrenaspekt in der Stellungnahme und im Planfeststellungsverfahren nicht ausreichend hinterfragt ist. „Dass eine Oberleitung ästhetisch gesehen nicht schön ist, kann ich vollkommen verstehen. Aber wenn eine Stromschiene eine größere Gefahrenquelle darstellt, habe ich ein großes Problem damit, dem zuzustimmen“, betonte Graßmann während der Sitzung der Gemeindevertreter. „Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir grundsätzlich gegen eine Elektrifizierung sind oder nicht“, betonte Bürgermeister Peter Liske (BWG).

Parkplätze für Behinderte gefordert

In der Stellungnahme ist außerdem aufgeführt, dass Oberleitungen eine veraltete Technologie seien. „Wenn diese gebaut werden, dürften sie jahrzehntelang nach der Herstellung weitergenutzt werden, obwohl schon jetzt Triebwagen mit alternativer Antriebstechnik vorgestellt wurden“, heißt es in der Stellungnahme.

Außerdem ist die Errichtung von Schwerbehinderten-Parkplätzen im Bereich der Park&Ride-Anlage gefordert. Weiter soll geprüft werden, ob die Park&Ride-Anlage auch in Zukunft kostenfrei genutzt werden kann. Sven Freytag (BWG) mahnte dies bereits während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauwesen und Umweltschutz an. „In Hamburg muss man für die meisten Anlagen bezahlen und das wäre kontraproduktiv für uns“, sagte Freytag.

Punkte wie entstehender Elektro-Smog durch die Oberleitungen, den Feinstaubausstoß, der durch wartende Autos am Bahnübergang, die den Motor nicht ausschalten verursacht wird sowie eine Prognose der Lärmentwicklung wurden der Stellungnahme beigefügt. Einstimmig wurde die Stellungnahme der Gemeinde beschlossen. 

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