Steinberg will Landesgartenschau in die Stadt holen

Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU, Mitte) war zu Gast in den Räumen des A. Beig-Verlags. Geschäftsführer Paul Wehberg (vorn, Zweiter von links) und Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) diskutierten mit dem Politiker.
Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU, Mitte) war zu Gast in den Räumen des A. Beig-Verlags. Geschäftsführer Paul Wehberg (vorn, Zweiter von links) und Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) diskutierten mit dem Politiker.

Innenminister zu Gast beim Pinneberger Stadtmarketing / Pläne stoßen bei Hans-Joachim Grote (CDU) auf positive Resonanz

von
27. August 2018, 13:06 Uhr

Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) nutzte gestern die Gunst der Stunde: Während eines Besuchs des Innenministers des Landes Schleswig-Holstein, Hans-Joachim Grote (CDU), der als Redner zum Wirtschaftsfrühstück des Pinneberger Stadtmarketings in den Räumen des A. Beig-Verlags eingeladen war, sprach Steinberg über ihre Pläne, eine Landesgartenschau in Pinneberg zu veranstalten.

Im Fokus für die Austragung steht eine Industriebrache an der Ottostraße und an der Hermanstraße, die weder für Gewerbe noch Wohnbau in Frage kommt. Das Gebiet liege ideal in des Nähe des Fahlts und schließt ans Rehmenfeld und an die Wasserskiarena an. Grote, der bereits die wirtschaftliche Planung der Landesgartenschau Paderborn 1994 und als Oberbürgermeister eine Landesgartenschau für Norderstedt 2011 ausrichtete, stand Steinbergs Plänen positiv gegenüber. Er stellte allerdings klar, dass es bei einer Landesgartenschau nicht primär um eine Blumenschau gehe, sondern darum, einen bestimmten Raum in der Stadt zu verändern. Dafür würde es Fördergeld geben. Die Vorbereitungszeit dauere deswegen etwa fünf Jahre. Baupläne müssten aufgestellt werden. Derzeit gebe es keine Bewerber für eine Landesgartenschau, so Grote weiter. „Lassen Sie uns vertieft in Gespräche gehen“, sagte er an die Bürgermeisterin gerichtet. Norderstedt habe mit einem Überschuss von 850 000 Euro abgeschlossen, so Grote.

Im Hinblick auf Themen wie die Digitalisierung sagte der Innenminister, dass es keine einfachen Lösungen gebe. Man solle zunächst Visionen und Ideen nennen und dann nach Lösungen suchen. „Die Probleme der Zukunft lassen sich nicht mit den Denkmustern von heute lösen.“

Einer Gebietsreform wie in Nordrhein-Westfalen erteilte er eine klare Absage: In der Realität sei das völlig falsch. In Schleswig-Holstein gebe es 1106 Gemeinden und Städte. Grote setzt auf die Vorteile von Kommunen. Kommune komme aus dem Lateinischen und heiße „gemeinschaftlich“. In Bezug auf die Metrolpolregion Hamburg sagte Grote: „In vielen Bereichen zu kooperieren, halte ich für das Wichtigste. “

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen