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Bönningstedt : Stefan Birke ist neuer Wehrführer

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Jens Peter Saathoff tritt nach 24 Jahren nicht mehr als Oberhaupt der Freiwilligen Feuerwehr Bönningstedt an. Zudem sind zahlreiche Vorstandsmitglieder neu gewählt worden.

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erstellt am 03.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Bönningstedt | Das Ergebnis hätte für den neuen Wehrführer der Bönningstedter Freiwilligen Feuerwehr besser nicht sein können: Von 58 stimmberechtigten Kameraden erklärten sich 57 mit der neuen Spitze einverstanden, nur eine Enthaltung war zu verzeichnen. „Ich danke euch für das große Vertrauen und bin sehr positiv überrascht“, sagte Birke, der sich auf die weitere kameradschaftliche Zusammenarbeit freut. „Du wirst deinen Weg finden, davon bin ich überzeugt“, machte ihm sein Vorgänger Jens Peter Saathoff Mut.

In seinem Bericht blickte Saathoff auf das vergangene Jahr mit 52 Einsätzen zurück. „Das Spektrum zog sich über alle Arten vom Kleinfeuer bis zum Mittelfeuer, Unwetterschäden, technische Hilfeleistungen und größeren Verkehrsunfällen hin“, zählt Saathoff auf. Um jederzeit die anfallenden Aufgaben bestmöglich zu erledigen, besuchten 25 Kameraden verschiedene Lehrgänge. „In der Bönningstedter Wehr verrichteten 68 aktive Mitglieder, 17 Ehrenmitglieder und 19 Jugendliche ihren Dienst am Nächsten“, so Saathoff weiter.

Besonderer Höhepunkt des Jahres war die Inbetriebnahme des neuen Löschfahrzeugs. „Das Fahrzeug wurde Mitte 2013 bestellt und am 18. September 2014 ausgeliefert und sofort in den Dienst gestellt“, berichtete Saathoff. Außerdem hätten die Ausrüstung um einen Highpresslöscher, einen Permanentwassersauger und zusätzliche Absturzsicherungen für die Sicherung bei Arbeiten in großen Höhen erweitert werden können. Ungeklärt sei indes der Stellplatz für die Anhängeleiter.

Wahlen: Wehrführer: Stefan Birke; Schriftführer: Sebastian Brandt; Kassenwart: Niklas Saathoff; Jugendfeuerwehrwart: Nicolas Neitzel; Stellvertretende Jugendwartin: Laura Krohn; Gruppenführer I: Rainer Brümmer, Stellvertreter: Jan Henrick Breckwoldt; Gruppenführer II: Dennis Basner, Stellvertreter: Philipp Hadler; Gruppenführer IV: Jonas Fiedler, Stellvertreter: Björn Schröder; Gruppenführer Reserve: Jürgen Woreschke; Sicherheitsbeauftragter: Dennis Basler.
Ehrungen: 10 Jahre: Janis Jenkel, Christoph Neitzel, Marcel Rühl; 20 Jahre: Nils Blöcker, Andreas Heidorn; 30 Jahre: Stefan Krohn, Joachim Mohr, Kurt Moldenhauer.


Jens Peter Saathoff: Abschied nach 24 Jahren

Mehr als zwei Jahrzehnte lang prägte Jens Peter Saathoff die Bönningstedter Feuerwehr. Die Meilensteine seines Wirkens sind nicht zu übersehen. So die Planung und der Bau des heutigen Feuerwehrhauses an der Kieler Straße (1990 bis 1994). Auch die Gründung der Jugendwehr 1998 geht auf Saathoffs Initiative zurück.
Die kontinuierliche Modernisierung und Weiterentwicklung der Feuerwehr brachte die Erneuerung des Fuhrparks mit sich: Zwischen 1994 und 2014 wurden die Fahrzeuge ausgetauscht und durch neue ersetzt.
Der Beschaffung einheitlicher Schutzkleidung für alle Wehren des Amts Bönningstedt im Jahr 1999 folgte 2010 die Anschaffung von moderner Einsatzschutzkleidung.
Saathoff wirkte im Vorstand des Kreisfeuerwehrverbands mit, darüber hinaus leitete er die Technische Einsatzleitung (TEL) des Kreises und wirkte im Stab des Katastrophendiensts des Kreises mit. Im Jahr 2012 erhielt der erste Hauptbrandmeister des Kreises für 40 Jahre ehrenamtlichen Feuerwehrdienst das Brandschutzehrenzeichen in Gold am Bande verliehen.

In seinem Grußwort berichtete Bürgermeister Peter Liske (BWG) über den Sachstand zum Stellplatz für die Anhängeleiter. Diese steht seit Jahren aus Platzmangel im Freien. Fraglich ist, ob  eine Ersatzbeschaffung vorgenommen werden muss – und wer die Kosten trägt.
„Ich habe inzwischen schriftlich, dass die Quickborner Drehleiter nicht schnell genug hier sein kann“, sagte Liske. Zudem habe die rechtliche Prüfung ergeben, dass der Eigentümer oder dessen Rechtsnachfolger nicht für eine Ersatzbeschaffung herangezogen werden könnten. „Mein Ziel ist es, alle Fakten zusammenzutragen und dann Politik und Wehr an einen Tisch zu holen, um eine Lösung zu finden“, so der Bürgermeister. Noch offen sei, wie viele und welche Gebäude betroffen sind. „Die Verwaltung hat die Bauakten geprüft und befunden, dass keine Notwendigkeit für zusätzliches Gerät bestehe“, so Liske. Jetzt müsse eine brandschutzgesetzliche Prüfung erfolgen.

 

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