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Arbeitslosenquote im Kreis Pinneberg : Statt Aufwind ein laues Lüftchen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Zahl der Arbeitslosen bleibt im Kreis Pinneberg bei 5,2 Prozent - bei unseren Nachbarn sieht die Quote besser aus.

shz.de von
erstellt am 02.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Die erwartete Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt hat sich in diesem Jahr im Kreis Pinneberg nur schwach bemerkbar gemacht. Die Agentur für Arbeit Elmshorn meldete für September im Kreis Pinneberg 97 weniger Arbeitslose als im Vormonat: 8540 statt 8637. Die Quote im September entsprach dadurch mit 5,2 Prozent genau der Arbeitslosenquote im August dieses Jahres.

Positiv dabei ist, dass die Quote gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Im September 2012 waren laut Statistik noch 5,3 Prozent der sogenannten Erwerbspersonen (Erwerbstätige plus Menschen, die arbeitslos gemeldet sind) im Kreis Pinneberg ohne Arbeit.

Weiterhin haben es vor allem ältere Männer und Frauen, Langzeitarbeitslose sowie Menschen mit Migrationshintergrund am schwersten auf dem Arbeitsmarkt. Von den Erwerbslosen im Kreis Pinneberg sind 30,8 Prozent 50 Jahre und älter, 31,5 Prozent gelten als Langzeitarbeitslose, 18,5 Prozent sind Ausländer. 44,3 Prozent haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Bei den Männern und Frauen mit einer abgeschlossenen akademischen Ausbildung sind nur 7,8 Prozent als arbeitssuchend gemeldet.

Deutlich stärker macht sich die Herbstbelebung - diese ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass in zahlreichen Unternehmen die Ausbildung im September beginnt - im Kreis Segeberg bemerkbar. Hier waren im September 6842 Männer und Frauen arbeitslos: 251 weniger als im August. Die Erwerbslosenquote sank damit von 5,0 auf 4,8 Prozent. 

Nach Angaben von Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn, gebe es derzeit in den beiden Kreisen, für die die Agentur zuständig ist, mehr als 3000 offene Stellen: 1718 im Kreis Pinneberg, 1358 im Nachbarkreis Segeberg. „Der Arbeitsmarkt ist ständig in Bewegung und bietet neue Chancen“, so Kenntemich: „Gerade im Herbst nehmen die Firmen gern noch Einstellungen vor.“ Vor allem in den sogenannten Fertigungsberufen, in der Logistik - hier unter anderem Fahrer und Lagerfachkräfte -, auf dem Bau und im Gesundheits- sowie Pflegesektor seien Stellen frei. Seit Jahresbeginn hätten sich im gesamten Agenturbezirk 12 428 Menschen aus der Arbeitslosigkeit verabschiedet und eine sozialversicherungspflichtige Arbeit aufgenommen.

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