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Jetzt geht’s los : Startschuss für die Stadtkernplanung in Schenefeld

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Planer stellt Konzept vor. Jugendliche wünschen sich Stadtpark. „Passende Architektursprache finden“.

Schenefeld | Planer Frank Schlegelmilch hat im bis auf den letzten Platz besetzten Rathaussaal sein Konzept für den Stadtkern vorgestellt. Der Plan basierte auf einer zweijährigen Vorarbeit mit Bürgern wie Verwaltung. Dazu gehörten Jugendworkshop, Fachgespräche und Bürgerwerkstatt. Der Diplom-Ingenieur erläuterte, wie es mit dem Millionenvorhaben weitergeht. „Es herrscht eine tolle Aufbruchstimmung“, freute sich Bürgermeisterin Christiane Küchenhof.

Schlegelmilch thematisierte vorab Missstände im Stadtkern. Zu den Problemen zählten das Fehlen der klassischen Mitte wie Leerstand, sanierungsbedürftige Gebäude, Freiräume und eine geringe bauliche Dichte. Hinzu kämen fehlende Querungen für Menschen mit Handicap, Lärmemissionen und technische Mängel.

Das mit oberster Priorität geplante Bürgerzentrum soll „das Gesicht beziehungsweise die Schokoladenseite“ der Stadt werden. Attraktives Wohnen wie Arbeiten müsse möglich sein. Vorhandene Grünzonen – wie im Stadtteil Siedlung – müssten besser erschlossen werden. Schlegelmilch plant, den heute an der Bücherei vorbeiführenden „Timmermannsweg“ nach Süden zu verlegen. Eine solche Vorgehensweise erfordere ein gesamtstädtisches Verkehrskonzept. „Um eine passende Architektursprache zu finden, wird es Wettbewerbe mit Bürgerbeteiligung geben“, versicherte Schlegelmilch.

Unternehmer und Vertreter örtlicher Institutionen brachten ihre Anliegen im Zuge einer Podiumsdiskussion zu Gehör, darunter Center-Managerin Corinna Schomaker, Jörg Stephan Hürten von der Eventgastronomie im Lustis, John Timmermann als Eigentümer im Untersuchungsgebiet, Alexander Hoffmann vom Kinder- und Jugendbeirat sowie der Seniorenbeiratsvorsitzende Eckhard Vogelgesang. Hoffmann betonte, in Schenefeld fehlten attraktive Flächen für Jugendliche. Mit Applaus wurde Hoffmanns Vorschlag angenommen, einen Stadtpark zu gestalten.

Stadtkernsanierung: Die Bürger konnten nach Vorstellung des Konzepts Fragen stellen.
Stadtkernsanierung: Die Bürger konnten nach Vorstellung des Konzepts Fragen stellen. Foto: Heiderhoff
 

Vogelgesang betonte, der Markt sei von enormer Bedeutung für die Senioren. Schomaker gab an, es sei im Sinne der Planer etwa in fünf Jahren möglich, das Stadtzentrum „architektonisch mehr nach allen Seiten, zum Stadtkern hin, zu öffnen“. Lustis-Chef Hürten könnte sich vorstellen, einen Weg anzulegen, um die Düpenau zu überbrücken. Timmermann plädierte dafür, das Bürgerzentrum mit einem Café mehr zu beleben.

Schlegelmich wies im Verfahren auf Chancen wie Grundstückstausch hin. Die Eigentümer sollten aktiv mitplanen. „Ich hoffe, dass wir die Grundstückseigentümer überzeugen können“, so die Bürgermeisterin. Ein Verkehrsgutachten ist nach Auskunft von Ulf Dallmann bereits in Auftrag gegeben worden, um Radwege passender zu gestalten.

Der Planer räumte schließlich mit dem Gerücht auf, neben dem Stadtzentrum noch eine Fußgängerpassage zu errichten. „Ohne das Stadtzentrum hätten wir keine attraktiven Läden“, so Schlegelmilch. Man müsse sich auch mit Vorhandenem begnügen, könne aber schauen, „was der Markt noch hergibt“. „Wir sind zuversichtlich, dass wir uns auf einem guten Weg befinden“, bilanzierte der Ingenieur. Küchenhof versprach, das Vorgehen transparent zu gestalten und die Bürger regelmäßig weiter zu beteiligen. Der Rat soll für das Konzept am 23. Juni endgültig grünes Licht geben. Mehr über den weiteren Fahrplan findet sich online.

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