Erster Spatenstich auf dem Eggerstedt-Areal : Startschuss für die Parkstadt

Erster Spatenstich für Pinnebergs Wohnoase: Marc Weinstock (Big-Bau-Unternehmensgruppe, von links), Klaus Göttsche (LEG-Geschäftsführer), Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) und Rainer Kowalewski (Groth und Co. Bauunternehmung).
Erster Spatenstich für Pinnebergs Wohnoase: Marc Weinstock (Big-Bau-Unternehmensgruppe, von links), Klaus Göttsche (LEG-Geschäftsführer), Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) und Rainer Kowalewski (Groth und Co. Bauunternehmung).

Alle Einfamilienhäuser-Grundstücke vergeben. Juristische Verfahren laufen noch.

von
23. Mai 2015, 16:51 Uhr

Ein ganz gewöhnlicher erster Spatenstich ist es nicht. Über dem Projekt Parkstadt Eggerstedt in Pinneberg hängt das Damoklesschwert juristischer Verfahren: Zwei Anwohner befürchten einen Wertverlust für ihre Grundstücke und haben Normenkontrollverfahren eingeleitet. Und der Bauunternehmer Hans Hubertus von Stosch hat Strafanzeige gestellt, weil seiner Meinung nach das sieben Hektar große Areal für viel zu wenig Geld an die Kieler Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) verkauft worden sei (diese Zeitung berichtete). Der Kaufpreis betrug 1,4 Millionen Euro.

Doch davon war gestern keine Rede während der Festlichkeiten zum ersten Spatenstich bei bestem Kaiserwetter, auch wenn Klaus Göttsche, Geschäftsführer der LEG, auf Anfrage dieser Zeitung eine kurze Stellungnahme abgab: „Aus unserer Sicht ist rechtlich alles einwandfrei abgelaufen“, sagte er. Er halte die Strafanzeige für unsinnig, weil es keine vernünftige Grundlage gebe.

Bürgermeisterin Urte Steinberg wollte sich nicht dazu äußern, weil es sich um ein laufendes Verfahren handelt. Sie erinnerte aber in ihrer Rede daran, dass die Erschließung des Geländes 2014 europaweit ausgeschrieben wurde.

Schon vor dem Erschließungsstart wurden allerdings Fakten geschaffen: Alle Grundstücke für Einfamilienhäuser auf dem ehemaligen Kasernengelände sind bereits vergeben, viele Bauherren hätten vor Erschließungsbeginn ihre Kaufverträge unterzeichnet. „Von 234 Kaufanfragen konnten 80 berücksichtigt werden“, sagte Göttsche. Außerdem sind 15 Stadtvillen mit bis zu elf Wohnungen sowie 13    Grundstücke für eine Doppelhausbebauung vorgesehen.

Insgesamt sollen 250 Wohneinheiten entstehen. „Die starke Nachfrage nach den Grundstücken hat viele überrascht, ist aber nicht verwunderlich, denn hier entsteht ein Stadtbild mit vorhandenem Baumbestand“, sagte die Bürgermeisterin während ihrer Ansprache. Ein Quartier – mitten im Grünen in der Nähe von Sportanlagen, Kleingärten und Naherholungsgebieten. Genau diese Gründe haben beispielsweise das junge Hamburger Ehepaar Ulrike und Sebastian Heyden dazu bewogen, sich ein Grundstück in der Parkstadt zu kaufen. Hier soll ihre Tochter aufwachsen. „Es liegt zentral und ist super-schön grün“, sagt Ulrike Heyden schwärmend. Die Heydens und viele andere Familien waren gestern beim ersten Spatenstich mit dabei.

„Die Erschließungsarbeiten werden bis Ende des Jahres dauern“, berichtete LEG-Projektleiter Stefan Krohn. Er halte es für realistisch, dass März/April 2016 mit dem Bau der ersten Häuser begonnen werde.

Zu guter Letzt warf Steinberg einen Blick in die Zukunft der Parkstadt Eggerstedt. So wird auf dem Gelände ein Bildungscampus entstehen mit einer internationalen Schule, einer Sporthalle, einem Schwimmbad und einer Fortbildungsakademie. „Hier wird Leben sein. Und darauf freue ich mich schon jetzt“, sagte Steinberg.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen