Startschuss für den Ilo Park

Sie stellten die Pläne vor: Projektleiter Sven Ossarek (von links), Bürgermeisterin Urte Steinberg, Matrix-Investor Martin E. Schaer und Bauamtsleiter Klaus Stieghorst.
Sie stellten die Pläne vor: Projektleiter Sven Ossarek (von links), Bürgermeisterin Urte Steinberg, Matrix-Investor Martin E. Schaer und Bauamtsleiter Klaus Stieghorst.

Im Oktober kommen die Abrissbagger / Fertigstellung in fünf Jahren

shz.de von
08. September 2018, 16:24 Uhr

Viele großflächige Bauvorhaben werden innerhalb der kommenden fünf Jahre fertig gestellt und werden das Bild der Stadt Pinneberg mit neuen Stadtteilen und veränderten Verkehrsströmen prägen. Als einen Meilenstein in dieser Entwicklung bezeichnete Bürgermeisterin Urte Steinberg während einer Pressekonferenz am Donnerstag die demnächst einsetzenden Bauarbeiten für den Ilo Park, südlich des Bahnhofs.

Eine Riesenplakatwand ist seit Mittwoch das erste sichtbare Zeichen beginnender Tätigkeit, zur Sache geht es dann im Oktober. Bagger werden das ehemalige Produktionsgebäude der Ilo Motorenwerke abreißen, nur das denkmalgeschützte Empfangsgebäude bleibt erhalten.

Die Umwidmung von Industriegebiet nimmt ihren Lauf, der so geschaffene Baugrund bietet Platz für 360 Wohneinheiten, mit zwei bis vier Zimmern und 60 bis 105 Quadratmeter Größe. Denkbar wäre durch die Bahnhofsnähe auch der Bau eines Hotels. Steinberg führte aus, dass für sie und die Stadtverwaltung mit dem Baubeginn ein Traum in Erfüllung geht. „Ich danke insbesondere der Politik unserer Stadt, dass nach den vielen Jahren dieses Vorhaben nun Wirklichkeit werden konnte.“

Verdichtetes, urbanes Wohnen verspricht der Investor, die Matrix Development GmbH, für den 100 Millionen Euro teuren Ilo Wohnpark. Der geschäftsführende Gesellschafter, Martin E. Schaer, beschreibt die Konzeption der Wohnanlage: „Wir planen Wohnen im Grünen und trotzdem in Stadtnähe, befreit von Autos, für mobile Menschen, die auf ein soziales Umfeld nicht verzichten möchten.“ Mit Begegnungsflächen zwischen den Wohneinheiten, Spielplätzen oder einer Co-Working-Fläche soll dies umgesetzt werden. Natürlich ist auch die Nähe zum Bahnhof ein Kriterium, das die Attraktivität der Anlage für bestimmte Menschengruppen bestimmen wird. Circa 20 Gebäude sollen in zwei Bauphasen errichtet werden, begonnen wird auf der nordwestlichen Seite, ein großer Anteil der 72 öffentlich geförderten Wohnungen fällt bereits in die erste Bauphase.

Die Tiefbaumaßnahmen beinhalten neben der Erschließung eine Bodensanierung, denn auf dem Gelände befinden sich, gemäß Gutachten der unteren Umweltbehörde sogenannte Hotspots mit industriellen Verunreinigungen, die zu entfernen sind. Das Areal der ehemaligen Hausmülldeponie soll gekapselt werden. Alle Maßnahmen sollen vom Bauamt und der Behörde überwacht werden.

Die Frage nach der genauen Anzahl von Parkplätzen ist bislang nicht final beantwortet. Laut Vorgabe wären 1,5 Parkplätze pro Wohnung nötig. In der Annahme, dass die Zielgruppe Mobilität anders als mit der Anzahl der Autos definiert, sind bislang aber 0,75 Plätze in der Planung. Dieses Thema muss noch zwischen Verwaltung und Projektleitung vereinbart werden. Und: „Nicht jede Wohneinheit wird einen Parkplatz mit Ladestation bekommen können“, so erklärt Projektleiter Sven Ossarek, „aber die Planung wird die wachsende Zahl der E-Autos berücksichtigen.“

Die im Oktober mit dem Rückbau beginnenden Arbeiten sollen in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 abgeschlossen sein, dann beginnt die erste Hochbauphase, für die etwa 18 bis 20 Monate veranschlagt sind. Fertigstellung soll in fünf Jahren sein.

>www.ilo-park.de


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