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Pinneberger Tageblatt

20. November 2017 | 12:52 Uhr

Startschuss für das Turbointernet

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Spatenstich für Rellinger Breitbandnetz-Ausbau auf Hamburger Gebiet / Fertigstellung Ende 2014 / Bis zu elf Millionen Euro Investition

„Wir beabsichtigen nicht, die Stadt Hamburg zu vereinnahmen.“ Was anfangs bei Rellingens Bürgermeisterin Anja Radtke (parteilos) mehr scherzhaft über ihre Lippen kam, hatte einen handfesten Hintergrund: Gestern Morgen, 10 Uhr, erfolgte der Spatenstich für die Verlegung des Turbo-Internets für ganz Rellingen. An der Pinneberger Straße, Ecke Flagentwiet. Auf Hamburger Gebiet, das bereits durch die Norderstedter Firma Wilhelmtel großflächig mit einem Glasfasernetz versorgt ist.

Die digitale Zukunft in Rellingen: Für Wilhelmtel-Boss Theo Weirich ist der Schulterschluss mit der Baumschulgemeinde – Bauende voraussichtlich Ende 2014 – eine Herzensangelegenheit. Es sei zwar keine Ehe, aber ein eheähnliches Verhältnis: Rellingen übernehme die Investition und verpachtet anschließend für 25 Jahre an Wilhelmtel.

Weiricht lobte „die mutige Entscheidung der Verantworlichen in der Gemeinde, gleich auf Glasfaser zu setzen. Modellhaft und vorbildlich sei das. Für Land und Bund. Denn: Das landesweite Ziel, bis zum Jahr 2030 ein flächendeckendes Breitband zu realisieren, werde in Rellingen bereits in diesem Jahr erreicht.

Sprachs, und schon legte das seit zehn Jahren mit Wilhelmtel eingespielte Team von Alkan Hoch- und Tiefbau aus Schönwalde-Glien in Brandenburg los. Routiniert assistiert von Verwaltungschefin Radtke, die selbstbewusst als Bagger-Führerin Talent unter Beweis stellte. Laut Weirich werde „minimalinvasiv gearbeitet“. Das heißt: Nur ein schmaler Streifen werde aufgebuddelt, um die notwendigen Kabelrohre zu verlegen. Straßenkreuzungen würden erst gar nicht „angeknabbert“, sondern gleich unterspült. So habe laut Weirich seine Firma bereits mehr als 1300 Kilometer verlegt.

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