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Pinneberger Tageblatt

20. August 2017 | 14:13 Uhr

Starkes Interesse fürs Landleben

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Liebenswertes Rellingen Gestern – heute – morgen: Serie „Frauen und Heimat “ / Heute mit Sigrid Behrmann und Anna Maria Heidorn

In der Serie „Frauen und Heimat“ darf die Rellingerin Sigrid Behrmann (80, Foto links) nicht fehlen. Seit 1975 wohnt die ehemalige Grundschullehrerin mit ihrem Mann Joachim in der Baumschulengemeinde. „Ich habe damals nach einem schönen stadtnahen Haus im Grünen gesucht“, erinnert sich Behrmann. Wie es der Zufall will: Bei der Suche stieß sie auch auf das Siedlerhaus, in dem Anna Maria Heidorn (1897-1969, Foto) lebte.

Behrmann porträtierte Heidorn, geborene Krohn, im Zuge des Projekts „Frauen und Heimat“. „Ich habe viel von ihr erfahren, weil ich mich mit ihrer Familie angefreundet habe“, berichtet Behrmann.

Hier seien alle sehr heimatverbunden, auch Anna Heidorn sei es gewesen, sagt Behrmann. Nette Nachbarn sowie ihr Mitwirken beim genannten Projekt trugen dazu bei, dass sich Behrmann in Rellingen heimisch fühlte. Sie lernte während der Forschungsinitiative viele engagierte Frauen mit gleichen Interessen kennen. „Dank der von der Familien- und Gleichstellungsbeauftragten Dorathea Beckmann veranstalteten Events wie Frauentreff und Kleidermarkt habe ich begonnen, mich in Rellingen heimisch zu fühlen“, erläutert Behrmann. Sie habe als gebürtige Hessin zuvor keine besondere Verbindungen zum historischen Ort gehabt.

Die Thesdorferin Anna Maria Heidorn heiratete im Alter von 23 Jahren Joachim Heidorn, einen Landwirt aus Egenbüttel. Sie war nicht nur für die sich entwickelnde Baumschule, sondern auch für den landwirtschaftlichen Betrieb der Familie verantwortlich. Sie gehörte dem Landfrauenverein an und genoss die Treffen mit den Frauen sehr.

Wie Heidorn schätzt es auch Behrmann, sich mit vertrauten Menschen aus ihrem Frauenkreis wie aus der Kirchengemeinde auszutauschen. „Rellingen bleibt für mich liebens- und lebenswert, wenn ich weiterhin gesund – und mit Bekannten und Freunden aus Rellingen im Gespräch bleibe“, bilanziert Behrmann. Toll wäre auch, so ihr Wunsch, wenn es einen offenen kirchlichen Treff gäbe, wo sich Besucher zwanglos austauschen. Auch eine Zukunftswerkstatt wäre eine schöne Idee, um beispielsweise die Initiative für Erholungsräume zu realisieren.

„Das Projekt Frauen und Heimat hat mein Interesse für Menschen verstärkt, die in Rellingen gelebt haben und hier noch leben“, sagt Behrmann. Die Broschüre „Frauen in Rellingen – Vom 19. Jahrhundert bis heute“ ist für zehn Euro im Rathaus und in der örtlichen Buchhandlung „Lesestoff“ erhältlich.

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