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Pinneberger Tageblatt

22. August 2017 | 19:12 Uhr

Halstenbek : Starke Stimmen im Gotteshaus

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Nacht der Kirchenmusik begeistert hunderte Besucher - und zwar nicht nur mit göttlichen Klängen.

Geistliche Texte, Clowneinlage und viel Musik: Die fünf Stunden dauernde Nacht der Kirchenmusik hat hunderte Besucher angelockt. Einige Zuhörer empfanden den Vortrag von Johann Sebastian Bachs Brandenburgischem Konzert als Höhepunkt. „Die Interpretation war traumhaft“, lobte Pensionärin Ingrid Keller. Irmgard Wittkau lobte den Cembalo-Auftritt von Halstenbeks Kantor Stefan Rasch: Er habe gespielt wie „ein junger Gott“. Doch auch die Mischung aus Barock-, Rock- und Jazzrepertoire kam an. „Die Nacht der Kirchenmusik war von Anfang bis Ende gigantisch“, sagte Dörte El Sarise.

Mit dem weit über Hamburgs Grenzen verpflichteten Hamburger Barockorchester konnten professionelle Musiker gewonnen werden. Außer dem Brandenburgischen Konzert D-Dur für Cembalo, Violine, Traversflöte und Streicher brachten sie Sonaten von Johann Rosenmüller zu Gehör. Klar, schnörkellos und diszipliniert erklangen Chorstücke der Kantorei Krupunder. Die Sänger unter der Leitung von Hye-Yeon Ko wurden für ihre Interpretationen von Mozart, Mendelssohn Bartholdy, Bach und Rutter mit viel Applaus bedacht. Sänger und Oboistin Heidemarie Meyer gewährten im Gegenzug mit „Jesus bleibet meine Freude“ – unter der Leitung von Hye-Yeon Ko – eine Zugabe. Mit ihrem Vortrag stimmte die Kantorei auf ihr Konzert am 27. Oktober ein. Geplant: die Große Orgelsolomesse von Haydn sowie Mozarts Hornkonzert.

Ein Nostalgieprogramm boten Lady Clown und Gentleman Organist. Gekonnt interpretiere Gisela Klinckwort (kleines Foto), Clownin aus Leidenschaft, die Orgelklänge von Kirchenmusiker Nils Kuppe. Die Zuschauer durften mit ins Reich des Zaubers reisen: Sie erhielten Papierblumen, verfolgten Seifenblasen und entzündeten Kerzen.

Mit frommen Texten aus dem Matthäus-Evangelium bereicherte das Kammerensemble Uni-Sono ihre Brahms- und Haydn-Stücke. Die Überzeugung des achtköpfigen Ensembles: Musik stellt ein Mittel dar, um den Geist des Dialogs untereinander und mit den Zuhörern zu vertiefen. Genau wie ihre Vorträge überzeugten Gesänge des von Rasch geleiteten Gospel Choirs sowie der Orgelvortrag von Rellingens Kantor Oliver Schmidt.

Bilanzen der Zuschauer verwunderten nicht: „Die zweite Nacht der Kirchenmusik mit nicht so schweren Stücken war lebendiger und besser als die erste“, freute sich Rentnerin Ute Ramcke. Ähnlich sah das Klaus Hansen. „Ich bin häufig auf Konzerten in Hamburg.“ Die Interpreten stünden „bekannten Künstlern in nichts nach“. Müde und mit Eindrücken behaftet, traten Besucher nach Konzertende ihren Heimweg an.

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erstellt am 03.Sep.2013 | 16:00 Uhr

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