Standorte für neue Kitas im Fokus

Die Stadt überlegt, auch das ehemalige Straßenverkehrsamt als Kitastandort dauerhaft zu nutzen. Doch der Gutachterausschuss des Kreises muss die Immobilie noch bewerten.
Die Stadt überlegt, auch das ehemalige Straßenverkehrsamt als Kitastandort dauerhaft zu nutzen. Doch der Gutachterausschuss des Kreises muss die Immobilie noch bewerten.

Verwaltung legt Analyse vor / Nachfrage nach Plätzen durch neue Baugebiete

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13. September 2018, 16:10 Uhr

Wie viele Krippen- und Elementarplätze werden künftig in Pinneberg benötigt? Und an welchen Standorten könnten noch neue Kitas gebaut werden? Im Ausschuss Soziales, Kinder und Senioren stellte Fachbereichsleiter Heiner Koch eine Analyse vor. Das sind die Fakten: Für den Elementarbereich werden – ausgehend von einer durchschnittlichen jährlichen Geburtenzahl von 400 Kindern – bei einer durchschnittlichen Versorgungsquote von 95 Prozent für dreieinhalb Jahrgänge 1330 Elementarplätze benötigt, wobei die Gruppengröße 20 Kinder beträgt, so Koch. Für null bis dreijährige Kinder im Krippenbereich würden 420  Betreuungsplätze benötigt, um eine Versorgungsquote von 35 Prozent zu erreichen.

CDU, SPD und die Grünen und Unabhängigen hatten im Rat beschlossen, dass die Verwaltung einen Plan ausarbeitet, binnen drei Jahren Betreuungskapazitäten zu schaffen von 50 Prozent im Krippenbereich und 100 Prozent im Elementarbereich. Unter Berücksichtigung dieser Quoten liege der Bedarf im Krippenbereich bei 193 Plätzen und im Elementarbereich bei 71 Plätzen, so Koch.

Auch eine prognostische Nachfrage nach Kitaplätzen durch die Entstehung neuer Wohnbaugebiete wie Parkstadt Eggerstedt, Ilo-Park und Rehmenfeld legte Koch vor. Demnach liegt der künftige Bedarf bei 183 Elementarplätzen und 245 Krippenplätzen. Im Klartext: Zehn neue Elementargruppen und 25 Krippengruppen werden benötigt. „Es sind keine 100-prozentigen Zahlen. Aber eine Tendenz lässt sich erkennen“, so Koch.

Somit kommt die Stadt nicht um den Bau neuer Kitas herum. Der Planung eines zweiten städtischen Kindergartens stimmte die Ratsversammlung bereits zu. Um den Bedarf zu decken, ist jetzt schon die Rede von drei bis vier neuen Kindergärten für Pinneberg.

Die Verwaltung hat sich deswegen schon Gedanken darüber gemacht, an welchen Standorten gebaut werden könnte und an welchen nicht. „Die einzelnen Flächen wurden hinsichtlich der planungsrechtlichen Zulässigkeit nach den zur Zeit geltenden Vorschriften geprüft“, führte Koch aus.

Als möglicher Standort steht die Müßentwiete im Fokus. Diesen Vorschlag hatten bereits die Grünen und Unabhängigen gemacht. Auch an der Saarlandstraße 1 bis 7 sowie auf der Fläche Rehmenfeld ist die Errichtung von Kitas möglich. Eine weitere Alternative stellt das alte Zollgebäude in der Stadt dar. Auf der Fläche am Horn 17, wo das ehemalige Gebäude der Senfkörner steht, ist ebenfalls eine Kita-Nutzung zulässig. Auch auf dem Gelände der Grund- und Gemeinschaftsschule sowie im Ilo-Park könnte gebaut werden. Eine weitere Option ist das ehemalige Straßenverkehrsamt, wo derzeit die Jungen und Mädchen der Kita Ostermannweg untergebracht sind. Es könnte langfristig genutzt werden. Ein Umbau wäre möglich. Doch zunächst wartet die Verwaltung auf das Ergebnis des Gutachterausschusses des Kreises, denn es ist noch nicht geklärt, wie viel Geld der Kreis für das Gebäude verlangt.

Koch gab zum Schluss einen Ausblick: So hat der KSP das Auswahlverfahren eines Planers für den Neubau der Kita Ostermannweg – das alte Gebäude wurde gesperrt – eingeleitet. „Sie soll als Modellkita für weitere Standorte herhalten“, so Koch. Außerdem wird ab dem 24.  Oktober ein zusätzlicher Mitarbeiter den Fachdienst Kindergärten und Jugend unterstützen.

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