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Pinneberger Tageblatt

18. Oktober 2017 | 10:26 Uhr

Standort der Suchthilfe fast gerettet

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hastenbek: Ausschuss spricht sich gegen Abriss aus

shz.de von
erstellt am 07.Dez.2013 | 16:00 Uhr

Es schien bereits beschlossene Sache zu sein. Im Zuge der anstehenden Umbaumaßnahmen des Halstenbeker Rathausvorplatzes sollten neben fünf Garagen auch der eingeschossige Bürobereich abgerissen werden, den derzeit die Awo-Suchtberatungs- und Präventionsstelle nutzt. Sprich: Die Awo hätte sich mit einem stark verringerten Raumangebot zufrieden geben oder umziehen müssen. Doch nun gab es die Kehrtwende. Der Sozialausschuss der Gemeinde empfahl dem Bauausschuss, die Räumlichkeiten zu erhalten.

Zum Hintergrund: Drei neue Gebäude, die sich gegenüber des Rathauses befinden und dicht an die Gustavstraße heranreichen machen eine Verschwenkung der Straße erforderlich. Dadurch fallen zahlreiche Parkplätze weg, die ersetzt werden müssen. Der Abriss der Rathaus-Garagen schaffe 24 neue Stellplätze, erläuterte CDU-Ratsherr Otto Sajitz im Tageblatt-Gespräch. Würde man zusätzlich noch den Bürobereich der Awo sowie eine von Marktbeschickern genutzte Garage abreißen, käme man auf 28. Entsprechend habe es sich um einen Abwägungsprozess gehandelt, so Sajitz. Ergebnis: „Vier Parkplätze mehr zu haben, ist nicht so wertvoll, wie die Möglichkeit die Awo-Beratungsstelle an zentraler Stelle zu belassen“, sagte der CDU-Ratsherr.

Dieser Meinung schlossen sich auch die übrigen Ausschussmitglieder an. „Wir begrüßen das sehr“, sagte die Ausschussvorsitzende Wiebke Themann von der SPD. Die Politik schätze die Arbeit der Awo als sehr wertvoll ein, waren sich Sajitz und Themann einig.

Große Freude über die Empfehlung der Politiker herrschte auch bei der Awo. „Das ist ein gutes und wichtiges Signal“, sagte Geschäftsbereichsleiter Hans-Peter Stahl. Denn man sei sehr zufrieden mit dem Standort. „Die Lage ist für die Suchtberatung optimal, da sie zentral und somit gut erreichbar ist“, so Stahl.

Das letzte Wort zum Erhalt der Gebäude hat am kommenden Dienstag der Bauausschuss. Themann glaubt fest an die Zustimmung: „Ich gehe mit 99-prozentiger Sicherheit davon aus, dass es klappt.“

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