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Pinneberg : Stammzellenspender für den leukämiekranken Simon ist gefunden

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Über 2000 Menschen ließen sich typisieren. Der 26-Jährige wird jetzt in Uniklinik Eppendorf auf die Transplantation vorbereitet.

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2015 | 09:15 Uhr

Kreis Pinneberg | Tausende von Menschen haben dem leukämiekranken Simon während der vergangenen Wochen die Daumen gedrückt. Mit einer großen Typisierungsaktion in Elmshorn war nach einem Knochenmark- oder Stammzellspender für den 26-Jährigen aus Pinneberg gesucht worden. Sonntag dann kam die erlösende Nachricht: Für Simon wurde ein Spender gefunden.

Am Sonnabendmittag hatte Simon im Internet noch für eine Typisierungsaktion getrommelt. „Alle Mann an Bord. Gemeinsam sind wir stark. Wir hoffen auf viele potentielle Spender bei der heutigen Typisierungsaktion vorm HSV-Stadion und natürlich auf drei Punkte vom HSV. Grüße aus dem Krankenhaus. Euer Simon“, schrieb er auf der Facebook-Seite „helft-simon.de“. Und nicht nur der HSV punktete am Wochenende. Nur 24 Stunden nach dem kämpferischen Eintrag folgte die Hammer-Nachricht auf der Seite. „Spender gefunden. Für Simon wurde sein Lebensretter über die weltweite Kartei gefunden. Wir können unsere Freude kaum in Worte fassen“, schrieben Unterstützer auf der Seite.

2120 Menschen hatten vor einem Monat in Elmshorn Blutproben abgegeben, um sich typisieren zu lassen. „Wir haben auf so viele Menschen gehofft, nachdem was bei Facebook los war, aber nicht damit gerechnet“, sagte Simons Schwester Sophie unmittelbar nach der Aktion. „Es ist kaum zu beschreiben“, sagte Simons Mutter damals.

Der Spender kommt allerdings nicht aus der Region. „Bei den Aktionen der vergangenen Wochen war leider kein Treffer für ihn dabei“, hieß es auf der Unterstützer-Seite. Trotzdem sei jeder Neuregistrierte ein potentieller Lebensretter.

Derzeit bereiten Ärzte Simon mit Chemotherapie und Bestrahlungen auf eine Transplantantion vor. Simons Unterstützer schreiben: „Es wird noch ein langer und harter Weg, aber eines Tages wird alles gut sein. Vorwärts lebt man und rückwärts versteht man. Lasst uns alle anfangen das Leben zu genießen.“

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