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Hasloh : Stagnation in der Dorfentwicklung - Leerstände und Baulücken berücksichtigen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Bauausschuss kommt bei der Innenentwicklung nicht voran.

von
erstellt am 20.Nov.2015 | 00:36 Uhr

Hasloh | Mit einem eindringlichen Vortrag hat Verwaltungsmitarbeiter Kevin Kieselbach vor drei Wochen im Hasloher Umweltausschuss die Notwendigkeit, das Potenzial für die Entwicklung im Innenbereich des Dorfs zu ermitteln, erläutert. Leerstände und Baulücken sollten bei der Planung von neuem Wohnraum ebenso berücksichtigt werden wie das Bauen in zweiter Reihe – etwa entlang der Kieler Straße –, das seit einer Novelle im Baugesetzbuch 2013 ausdrücklich erlaubt ist.

Ziel war, eine entsprechende beschlussreife Vorlage für den Bauausschuss, der am Mittwochabend tagte, zu erarbeiten. „Die Verwaltung hat keine Hinweise aus der Politik bekommen, in welche Richtung eine Vorlage gehen soll“, begründet Kieselbach das fehlende Papier im Gespräch mit dieser Zeitung.

Während der Ausschussvorsitzende Thomas Krohn (CDU) anregte, geeignete Flächen von der Verwaltung vorschlagen zu lassen, plädierte Hans-Joachim Weidtmann (SPD) für die vorrangige Bebauung der freien Fläche in der Dorfmitte – also das Vorantreiben des zweiten Bauabschnitts der Neuen Mitte.

„Ich spreche dieses Thema seit Jahren an, in der Arbeitsgruppe Dorfentwicklung war bereits ein Konzept erstellt worden“, sagte Eckhard Stapelfeldt (FDP). Mit dem zuständigen Mitarbeiter des Kreises Pinneberg habe im Juni vergangenen Jahres ein Treffen stattgefunden, die Beurteilung des Konzepts sei positiv ausgefallen. „Unser Ziel muss sein, möglichst für ganz Hasloh Bebauungspläne auszuarbeiten, damit wir festlegen, wie und wo wir wachsen wollen“, forderte Stapelfeldt.

„Dafür müssen wir zunächst einmal den Ist-Zustand feststellen, also für welche Bereiche wir überhaupt gültige Bebauungspläne haben“, sagte Gunnar Schacht (SPD). Auf Vorschlag von Karl-Heinz Starck (CDU) formulierte Krohn einen Beschlussvorschlag: Die Verwaltung möge einen Plan erstellen, aus dem hervorgeht, welche Bereiche einem Bebauungsplan zugeordnet sind. Die Abstimmung erfolgte einstimmig.

BAURECHT Innenbereich

Liegt kein Bebauungsplan (B-Plan) für einen Bereich oder ein  Grundstück vor, wird im Innenbereich von Kommunen der Paragraf 34 des Baugesetzbuchs angewendet. Danach muss sich ein Neubau in die Umgebungsbebauung einfügen. Als Parameter sind dabei die Art und das Maß der baulichen Nutzung, Bauweise und überbaubare Grundstücksfläche festgelegt. Liegt dagegen ein B-Plan vor, kann die Kommune sehr viel genauer definieren und steuern, was, wo und wie gebaut werden darf.

 
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