Stärken der Schüler erkennen

Zogen gestern  in  Tornesch  eine Zwischenbilanz:    Werner Schwandt (von links), Sabine Loof, Peter Thomsen, Ines Strehlau, Jörg Schwichow, Rita Wittmaack und Resy de Ruijsscher.
Zogen gestern in Tornesch eine Zwischenbilanz: Werner Schwandt (von links), Sabine Loof, Peter Thomsen, Ines Strehlau, Jörg Schwichow, Rita Wittmaack und Resy de Ruijsscher.

Berufseinstiegsbegleitung als Erfolgsprojekt: Landtagsabgeordnete Ines Strehlau informiert sich an der Klaus-Groth-Schule in Tornesch

brameshuber_christian_20171127_75R_3326_klein.jpg von
04. März 2014, 16:00 Uhr

„Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“: Hochzufrieden äußerte sich gestern Ines Strehlau über die bisherigen Erfolge des Projekts Berufseinstiegsbegleitung. „Das Projektziel, immer mehr Jugendliche direkt in den Beruf zu bringen, wird hier praxisnah umgesetzt“, betonte Strehlau.

Die Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion für berufliche Bildung war mit Sabine Loof und Resy de Ruijsscher, Kolleginnen der Kreistagsfraktion, zu Besuch in der Klaus-Groth-Schule (KGS) in Tornesch, um sich vor Ort im Gespräch mit betroffenen Schülern, Schulleitung und Begleitern ein Bild über die Akzeptanz des Förderprojekts zu machen.

Seit 2009 haben lernschwächere Schüler der Klassen 8 und 9 an ausgewählten allgemeinbildenden Schulen die Chance, sich beim Erlangen des Schulabschlusses und der weiteren Berufsfindung sowie der Ausbildungsstellensuche professionell helfen zu lassen. Finanziert wird die maximal drei Jahre dauernde individuelle Förderung von der Agentur für Arbeit sowie mit Landesmitteln.

„Manchmal sieht man die Saat erst aufgehen, wenn die aktive Betreuung schon ein paar Jahre zurückliegt“, betont Peter Thomsen, der seit Mitte September letzten Jahres 15 Schüler jeweils zwei Stunden pro Woche begleitet. „Grundsätzlich können wir mit unseren Erfolgen sehr zufrieden sein.“

60 bis 70 Prozent der teilnehmenden Jugendlichen könnten nach Beendigung ihrer Schulzeit einen Ausbildungssplatz vorweisen. Der Rest besuche weiterführende Schulen. Was den ehemaligen Tischlermeister lediglich störe, sei der enorm hohe bürokratische Aufwand, der ihn oftmals davon abhalte, noch mehr in der Praxis mit den Schülern arbeiten zu können.

„Die Schüler haben mir signalisiert, dass sie die Hilfe und Betreuung durch die Berufseinstiegsbegleiter sehr schätzen gelernt haben“, freute sich Strehlau über das erfolgreich fortgeführte Projekt. Bereits seit fünf Jahren gibt es professionelle Hilfe für förderungsbedürftige junge Menschen an der Tornescher Gemeinschaftsschule.

Die Schule war 2009 bundesweit eine der ersten, die sich für das Programm zur Verfügung gestellt hatte. Die Chancen stehen gut, ab dem Sommer 2014 regelmäßig 20 Plätze pro Jahrgang finanziert zu bekommen. „Damit kriegen wir eine Kontinuität in das Projekt, die wir dringend benötigen“, erklärte Werner Schwandt, zuständiger Koordinator der Klassen 7 und 8 an der KGS.

Insgesamt 68 Plätze können von der Gemeinschaftsschule abgedeckt werden. Dafür sind außer Thomsen noch drei weitere Berufsein-stiegsbegleiter an der Schule tätig. „Wir versuchen, die Stärken der Schüler zu stärken“, so Jörg Schwichow, der außer Thomsen und den Kolleginnen Verena Lachs und Katharina Pulz als Begleiter tätig ist. Das setze Potenziale frei, das Selbstbewusstsein zu stärken und sich zum ersten Mal auch etwas zuzutrauen. „Wichtig ist auch, die Elternhäuser einzubinden.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen