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Nach der gescheiterten Fusion : Städte setzen auf gute Nachbarschaft

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Tornesch und Uetersen wollen in Zukunft kooperieren - doch Uetersens CDU attackiert die Tornescher Sozialdemokraten.

Nach der gescheiterten Fusion bemühen sich Uetersens Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) und ihr Tornescher Amtskollege Roland Krügel (CDU) um Schadensbegrenzung: „Wir werden uns zusammensetzen und beraten, wie wir in guter Nachbarschaft weiter miteinander arbeiten können“, sagte Hansen im Gespräch mit dieser Zeitung. Auch Krügel setzt auf Gespräche: „Wenn Uetersen reden möchte, ich bin bereit.“ Kritik gibt es hingegen aus Reihen der Uetersener CDU. „Wir haben eine historische Chance vertan. Ich werde nicht müde werden, diejenigen, die das zu verantworten haben, damit zu konfrontieren“, reitet CDU-Fraktionschef Andreas Stief die Attacke in Richtung der Tornescher Sozialdemokraten.

„Auch Herr Stief sollte zur Kenntnis nehmen, dass die Entscheidung gegen eine Fusion von den Tornescher Bürgern getroffen worden ist“, kontert Torneschs SPD-Parteichef Manfred Mörker (Foto), als er von dieser Zeitung mit den Aussagen Stiefs konfrontiert wird. „Wir leben zum Glück in einer Demokratie und jeder kann seine Meinung sagen, aber Herr Stief muss auch die demokratischen Gepflogenheiten anerkennen.“

Die Bürgermeister beider Städte basteln trotz gescheiterter Fusion an einer engeren Zusammenarbeit. „Wir müssen darüber nachdenken, das Ludwig-Meyn-Gymnasium und die Schwimmhalle in den gemeinsamen Schulzweckverband mit Tornesch einzubeziehen“, gibt Hansen zu Bedenken. Ein Angebot, über das Krügel bereit ist zu reden: „Wenn aus Uetersen dort eine Anfrage besteht, müssen wir gucken, was möglich ist.“ Das dürfe jedoch nicht allein auf Kosten Torneschs gehen: „Uetersen bekommt als Unterzentrum auch Mittel aus dem Finanzausgleich, aus denen das Rosarium, das Freibad und die Schwimmhalle mitfinanziert werden. Das darf man bei den Überlegungen nicht unberücksichtigt lassen“, gibt Krügel zu Bedenken. Auch in der Uetersener CDU will man an allen Kooperationen mit Tornesch festhalten. „Eine Fusion wird auf lange Sicht gar nicht zu vermeiden sein. Bei den Herausforderungen, die sich uns in der Zukunft stellen, kommen wir daran gar nicht vorbei. Sonst gehen beide Städte unter“, warnt Stief.

Die Tornescher SPD gibt sich hingegen zurückhaltend: „Wir haben wahrgenommen, dass es Überlegungen in diese Richtung gibt. Wir werden das jedoch in der Fraktion beraten und uns dann abschließend zu dem Thema äußern“, so Mörker.

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erstellt am 25.Sep.2013 | 16:00 Uhr

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