Stadtwerke und Gab stärken Kooperation

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11. Juni 2014, 16:00 Uhr

Die Stadtwerke Pinneberg und die Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung (Gab) mit Sitz in Kummerfeld wollen ein gemeinsames Energieunternehmen gründen. Gestern stellten die Ver- und Entsorgungsbetriebe das Konzept – eine weitergehende Zusammenarbeit im Bereich Fernwärme – vor. Die Kooperation legten die Unternehmen in einer Grundsatzvereinbarung fest.

„Aktuell sind die Stadtwerke Fernwärmekunde bei der Abfallverbrennungs und Biokompost-Gesellschaft, einer Tochter der Gab“, sagte Henning Fuchs, Leiter der Pinneberger Stadtwerke. „Die Idee ist es, in einer gemeinsamen Gesellschaft die Interessen der Stadtwerke und der Gab gleichzusetzen, zum beidseitigem Nutzen“, sagte Jens Ohde, Geschäftsführer der Gab. Beide Unternehmen müssten laut Ohde neue Wege gehen, um langfristig auf dem jeweils unbeständigen Markt am Leben zu bleiben.

Aktuell arbeitet ein Expertenteam, bestehend aus je vier kaufmännischen und technischen Mitarbeitern beider Häuser, an der ersten Stufe der Absichtserklärung. Dabei werden die technischen Möglichkeiten sowie die Wirtschaftlichkeit eines möglichen gemeinsamen Tochterunternehmens, unter die Lupe genommen. Diese Stufe soll im Herbst abgeschlossen sein. „Wenn wir wissen, dass es Sinn macht, dann geht es weiter“, sagt Ohde.

Das Ziel sei es, Synergien zu erzeugen und den Anteil von erneuerbaren Energien in den Anlagen in Tornesch-Ahrenlohe zu erhöhen. Die Aufgaben des Tochter-Unternehmens soll die Optimierung der Produktion, des Eigenbedarfs und des Verkaufs von Strom und Wärme sein. „Aber das kann sich noch Jahre hinziehen“, erklärte Stadtwerkeleiter Fuchs.

Aktuell versorgen die Stadtwerke Pinneberg etwa 3500 Haushalte mit Fernwärme. Der größte Teil des Bedarfes wird bereits über eine acht Kilometer lange Leitung von der Gab nach Pinneberg geliefert. „Mit der gemeinsamen Gesellschaft wollen wir langfristig eine ökologische Energieversorgung der Stadt Pinneberg sicherstellen“, so Fuchs.

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