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Pinneberg : Stadt will fünf Spielplätze schließen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kein Herz für Kinder? Das Bauamt sieht Einsparungsmöglichkeiten von 14.000 Euro im Jahr. Der Ausschuss entscheidet am Dienstag über die Vorlage.

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2013 | 12:00 Uhr

37 Spiel- und Bolzplätze stehen den Pinneberger Kindern im Stadtgebiet zur Verfügung. Bis jetzt. Denn zu den Auflagen des Rettungsschirms gehören auch Einsparungen bei den Spielanlagen. Ein halbes Jahr hat das Bauamt alle Plätze in Pinneberg kritisch unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Fünf Anlagen sollen weg. Heute entscheidet der Ausschuss Kultur, Sport und Jugend über die Vorlage der Verwaltung.

Die Stadt möchte durch diese Maßnahme jährlich über 14 000 Euro an Betriebskosten einsparen. „Außerdem wollen wir die frei werdenden Flächen natürlich verkaufen“, so Bauamtsleiter Klaus Stieghorst. Die Einnahmen würden – genau wie die Einsparungen – in die Kasse der Stadt fließen. „So können wir unsere Haushaltslage etwas abmildern.“ Um die Streichliste anzufertigen, überprüfte das Bauamt den Zustand und die Nutzungshäufigkeit der einzelnen Plätze. Zu jeder Anlage wurden Stadtjugendpflege und der Kinder- und Jugendbeirat befragt. Das Ziel der Verwaltung: Trotz Einsparungen soll ein flächendeckendes Spielangebot in der ganzen Stadt erhalten bleiben. Daher legte das Bauamt besonderen Wert darauf, dass Kinder auf andere Flächen zum Spielen und Toben in der Nähe ausweichen können.

Diese Spielplätze sollen dem Rotstift zum Opfer fallen: Die Anlage in der Buchenstraße ist nach Ansicht der Verwaltung verzichtbar, in der Nähe gibt es Alternativen, die zu Fuß erreicht werden können. Die Spielgeräte sollen eventuell an einen anderen Standort gebracht werden. Auch Rutsche und Schaukel auf dem Platz hinter der Post an der Friedrich-Ebert-Straße stammen noch aus dem Jahr 1998 und sollen weg. Die Ausstattung des Spielplatzes am Rodelberg ist ebenfalls wenig attraktiv. Hier könnte die Stadt die Instandhaltungskosten sparen – die Bänke vor Ort sollen jedoch bleiben. Dort erwartet die Stadtverwaltung ebenfalls neue Spielmöglichkeiten, die auf dem Kasernengelände entstehen werden. Die letzten beiden Streichkandidaten stehen in Thesdorf. Der Bolzplatz hinter der Hochaussieldung Op de Wisch soll ebenso weichen, wie der Spielplatz Am Wall. Bei letzterem sieht Stieghorst durchaus Chancen für eine Wohnbebauung.

Sollte der Ausschuss die fünf Spielplätze streichen, wird die Verwaltung die weitteren Nutzungsmöglichkeiten der Grundstücke prüfen.

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