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40 Hektar für mehr Gewerbe : Stadt Tornesch stellt Verkehrsentwicklungsplan zur Diskussion

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Vorsitzende des Seniorenbeirats übt Kritik.

Tornesch | Die Stadt Tornesch stellt derzeit in Zusammenarbeit mit dem Wasser- und Verkehrskontor einen Verkehrsentwicklungsplan auf. Hierzu ist auch die Meinung der Bürger gefragt. Der Entwurf ist auf der Internetseite der Stadt Tornesch unter „Rathaus und Politik“ zu finden. Bis zum 14. September können die Tornescher Stellungnahmen abgeben. Der Entwurf wurde der Politik erstmals im Dezember 2014 vorgestellt.

Dem Plan nach sollen auch neue Gewerbeflächen mit einer Größe von etwa 40 Hektar erschlossen werden. Das bestehende Gewerbegebiet „Oha“ soll erweitert werden – auf der Nordseite der Ahrenloher Straße (L 110). Für die Anbindung des Gebietes müsste noch eine konzeptionelle äußere Erschließung erarbeitet werden. Als Erschließungsvariante soll unter anderem der Bau eines Kreisverkehrs geprüft werden.

In dem 77 Seiten dicken Papier gibt es mehrere Aspekte: Zum einen geht es um Zukunftsvisionen, beispielsweise das Schaffen einer Radverkehrsschnellstrecke auf den Bahnschienen zwischen Uetersen und Tornesch, zum anderen aber auch um konkrete Maßnahmen im Stadtgebiet. So soll der Durchgangsverkehr im Verbindungsstraßennetz reduziert werden. Auch die Optimierung von Knotenpunkten, an denen sich der Verkehr besonders stark staut, ist Thema – beispielsweise an der Ecke Ahrenloher Straße/Esinger Straße/Friedrichstraße. Vorgeschlagen wird dort eine Rechtsabbiegerspur. Auch mögliche neue Parkflächen, Rad- und Fußwege sowie eine Attraktivitätssteigerung des ÖPNV gehören zum Inhalt.

Der Vorsitzende der Seniorenbeiratssitzung, Ralf Fronheim, hat seine Meinung gegenüber der Verwaltung bereits kundgetan – allerdings als Privatperson. Sein Urteil ist vernichtend: „Das Gutachten ist das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt ist“, sagte er gestern gegenüber dieser Zeitung. Keine der 18 Maßnahmen findet seine Zustimmung. Darüber diskutierte er auch im Seniorenbeirat. So fehlt aus Fronheims Sicht unter anderem völlig der Betrachtungswinkel für Rollator und Rollstuhlfahrer und deren Bedürfnisse.

Bürgermeister Roland Krügel sagte gestern, dass die große Verkehrsbelastung in der Innenstadt bleiben wird, so lange die K  22 nicht realisiert wird. „Da können wir so viele Pläne schreiben, wie wir wollen. Das Problem wird bleiben.“ In dem Entwurf gebe es durchaus gelungene Ansätze, wie die erwähnte Rechtsabbiegerspur.

Stellungnahmen nimmt der Leiter der Stabstelle Umweltschutz und Wirtschaftskoordination unter Telefon (0  41  22) 9  57  24  50 oder per Mail an rainer.lutz@tornesch.de entgegen. Für Rückfragen oder eine kostenlose gedruckte Fassung des Verkehrsentwicklungsplans steht Rainer Lutz ebenfalls zur Verfügung.

 


>    www.tornesch.de


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