Pinneberg : Stadt setzt auf Schrittgeschwindigkeit

Früher eine Rumpelpiste, jetzt ein rot gepflastertes Schmuckstück: Die Generaloberst-Beck-Straße in Pinneberg wurde zu einem verkehrsberuhigten Bereich  ausgebaut. Bürgermeisterin Urte Steinberg und Roland Schutz  vom Bauamt gefällt das Ergebnis.
Früher eine Rumpelpiste, jetzt ein rot gepflastertes Schmuckstück: Die Generaloberst-Beck-Straße in Pinneberg wurde zu einem verkehrsberuhigten Bereich ausgebaut. Bürgermeisterin Urte Steinberg und Roland Schutz vom Bauamt gefällt das Ergebnis.

Verkehrsberuhigung: Pinneberg will fahrradfreundlicher werden und die Wohnqualität verbessern. Auch das Bahnhofsumfeld soll umgestaltet werden.

shz.de von
24. Juni 2014, 14:00 Uhr

Zentimeter tiefe Schlaglöcher. Eine harte Prüfung für Achsen und Stoßdämpfer. Diese Zeiten sind vorbei. Die Generaloberst-Beck-Straße im Quellental wurde in den vergangenen Wochen ausgebaut. Und ist ab sofort als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen. Ein beispielhaftes Projekt, das die Zukunft weist. Pinneberg feilt an seinem Ruf, will zur fahrradfreundlichen Stadt werden.

Zudem soll die Lebensqualität in Wohngebieten merklich erhöht werden. Das betont Bürgermeisterin Urte Steinberg. Sie spricht diesbezüglich von „einem weiteren Mosaikstein“, der gesetzt worden sei. Bislang galt in der Wohnstraße eine Tempo-30-Regelung. Jetzt müssen Autofahrer noch mehr vom Gas gehen. „Schrittgeschwindigkeit ist Vorschrift“, sagt Roland Schultz, Leiter des Fachbereichs Verkehr im Pinneberger Rathaus. Was viele nicht wissen: Wer aus einem verkehrsberuhigten Bereich kommt, hat nie Vorfahrt und muss stets warten.

Im Oktober 2013 hatten die Bauarbeiten an der Generaloberst-Beck-Straße begonnen. Zunächst hatten die Stadtwerke Gas-, Wasser und Elektroleitungen erneuert. „Wir wollten damit durch sein, um später nicht erneut aufreißen zu müssen“, so Schultz. Durch die Umgestaltung der Generaloberst-Beck-Straße konnten zusätzliche Parkflächen geschaffen werden. Auch die Beleuchtung wurde erneuert. Die bisher geltende Einbahnstraßenregelung ist ab sofort aufgehoben.

250 000 Euro kostete die Sanierung der Straße im Quellental. An der Finanzierung beteiligten sich zwei Immobiliengesellschaften, die vor Ort Wohnraum vermieten. Schultz und Steinberg loben die gute Zusammenarbeit mit den Unternehmen, sprechen von „verständnisvollen Anliegern“.

Für die kommenden Monate hat das Bauamt noch einiges auf dem Zettel. So soll die Umgestaltung der Fußgängerzone bis Ende August abgeschlossen sein. Der Ausbau der Friedrich-Ebert-Straße im Bereich zwischen Pinnaubrücke und Bismarckstraße ist ein weiteres Großprojekt, das etwa eine halbe Million Euro verschlingen wird. Pinneberg kann jedoch mit Fördergeldern aus dem Programm „Aktive Orts- und Stadtteilzentren“ rechnen. Ebenfalls auf der Agenda: der Umbau des Kreuzungsbereichs Richard-Köhn-Straße/Thesdorfer Weg sowie die Umgestaltung des Pinneberger Bahnhofsumfelds. „Dieses Projekt wollen wir im Herbst in Angriff nehmen“, sagt Steinberg.

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