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Pinneberger Tageblatt

25. November 2017 | 04:54 Uhr

Stachowski führt den Sozialverband

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Nach dem Tod des Vorsitzenden Rickard Scholz übernimmt ein Ex-Bürgermeisterkandidat das Ruder / Steigende Mitgliederzahlen

Trauer bei Pinnebergs Sozialverband. Nach dem plötzlichen Tod des Vorsitzenden Rickard Scholz mussten personell Weichen gestellt werden. Eine Führungskrise konnte während einer Mitgliederversammlung jedoch vermieden werden. Mit Bernd Stachowski hat sich kurzfristig ein Nachfolger für Scholz gefunden.

Und Stachowski ist kein Unbekannter. Er hatte das Ruder beim Pinneberger Sozialverband schon einmal für zwei Jahre in der Hand. Und er ist vielen Kreisstädtern noch bestens als Bürgermeisterkandidat in Erinnerung. 2008 hatte der Immobilienkaufmann sich vergeblich um das Amt des Rathauschefs bemüht. Wahlsiegerin seinerzeit: Kristin Alheit (SPD).

Zu seinen Zielen befragt, hält Stachowski den Ball erst einmal flach. „Ich bin kurzfristig eingesprungen, muss mich zunächst einarbeiten“, sagt der 65-Jährige. Wichtig sei, sich lokal für die Menschen zu engagieren. „Wir werden die große Bundespolitik nicht verändern“, so Stachowski. „Aber es ist möglich, vor Ort ein wenig zu stänkern.“

Der Pinneberger Sozialverband, der sich vor allem für sozial schwache Menschen in der Kreisstadt engagiert und regelmäßig Beratungen anbietet, hat derzeit etwa 2000 Mitglieder. Tendenz steigend. Für Stachowski ein Zeichen, dass die soziale Schere weiter auseinander geht. „Vielen geht es schlechter“, sagt er. Und: „Wir werden den Finger in die Wunde legen.“

Probleme bereitet dem Verband der Mangel an Funktionären. Es ist schwierig, Posten zu besetzen. „Wir freuen uns über jeden, der bereit ist, sich zu engagieren“, sagt der neue Chef, der für zwei Jahre gewählt wurde. Er will den Verband, der regelmäßig Ausfahrten und gesellige Veranstaltungen anbietet, wieder eine Spur politischer machen. „Mit 2000 Mitgliedern haben wir das Recht, auch mal den Mund aufzumachen“, so Stachowski. Wenn es etwa um die Schließung eines Schwimmbads gehe, sei künftig mit Meinungsäußerungen aus Reihen des Pinneberger Sozialverbands zu rechnen.


> www.sovd.de

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