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„Kiel muss Wohnortzuweisung vorbereiten“ : Staatssekretär Ole Schröder diskutiert in Elmshorner Agentur für Arbeit über das neue Integrationsgesetz

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Elmshorn | Es soll kompakter werden und  weniger bürokratisch, darüber waren sich Thomas Kenntemich von der Agentur für Arbeit Elmshorn und Staatssekretär Ole Schröder (CDU) gestern einig. Thema bei ihrem Treffen war das neue Integrationsgesetz, welches am 1.August in Kraft treten soll. Mitverhandelt hat es Staatssekretär Ole Schröder (CDU). Der 44-Jährige ist überzeugt von den Neuerungen, die Ende Mai während der Kabinettsklausur auf Schloss Meseberg auf den weg gebracht wurden und bundesweit viel Kritik hervorriefen.

 Mit dem neuen Gesetze sollen Kombikurse für Asylsuchende Sprachkurse und Jobvermittlung miteinander verknüpfen. „Kompas“ heißt diese Maßnahme, die für „Kompetenzfeststellung, frühzeitige Aktivierung und Spracherwerb“ steht. Ausgeführt wird sie von der Bundesagentur für Arbeit. „Es erleichtert eine schnellere Integration der Asylsuchenden mit Bleibeperspektive in den deutschen Arbeitsmarkt“, sagte Schröder gestern.

Mit dem Integrationsgesetz gehen auch Leistungseinschränkungen für Asylbewerber einher. Wenn sie Integrationsmaßnahmen ablehnen oder verpflichtende Integrationskursen grundlos nicht besuchen, müssen sie mit verschärften Maßnahmen und Leistungskürzungen rechnen. „Ein anerkannter Flüchtling muss, wie jeder andere Ausländer auch, Sprachkenntnisse vorweisen und seinen Lebensunterhalt überwiegend sichern können, wenn er dauerhaft in Deutschland bleiben will“, so der Staatssekretär.

 

Der CDU-Politiker befürwortet die umstrittene Wohnortzuweisung. „In Schleswig-Holstein ballen sich Flüchtlinge in bestimmten Regionen, das ist integrationshemmend“, betonte er. Mit der Zuweisung würden „problematische Brennpunktbildungen“ verhindert werden können. „Die Landesregierung muss das jetzt vorbereiten, statt länger öffentlich über deren Nutzen für die Integration zu debattieren“, forderte er.

 „Wir bemühen uns darum, aktiv auf die Flüchtlinge zuzugehen. Mit gleicher Kraft bemühen wir uns auch um die Menschen, die hier schon leben“, sagte Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn. Denn Asylbewerber seien zunächst nicht verpflichtet sich bei der Agentur zu melden. Wer sich aber trotzdem schon einmal über Jobchancen und den Arbeitsmarkt informieren möchte, kann dafür die offenen Sprechstunden nutzen.

Die Agentur für Arbeit Elmshorn bietet offene Sprechtage für Asylsuchende zum Thema „Arbeitsmarkt in Deutschland – Wie kann die Agentur für Arbeit unterstützen bei der Integration in Arbeit oder Ausbildung“. Sie finden wöchentlich statt, in Pinneberg jeweils dienstags von 8 bis 12 Uhr, in der Agentur für Arbeit, Damm 25, in Elmshorn donnerstags von 8.30 bis 12.30 im Bauerweg 23. Ansprechpartner ist Markus Brandmüller unter Telefon 04121-480242, E-Mail: elmshorn.migration@arbeitsagentur.de. In Uetersen sind die Sprechstunden montags von 8.30 bis 12.30 Uhr An der Klosterkoppel 5. Ansprechpartnerin ist Tanja Sommerfeld unter Telefon 04122-925221.
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erstellt am 15.Jun.2016 | 10:00 Uhr

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