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Pinneberger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 15:25 Uhr

Uetersen : Sprachbarrieren bei bei der Tafel

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

FDP Uetersen diskutiert über Flüchtlinge während des Dreikönigstreffen. 70 Prozent der Kunden an der Ausgabe sind Asylbewerber.

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2016 | 00:36 Uhr

Uetersen | Die FDP lud ein und viele kamen, ehrenamtlich engagierte Mitbürger aus zahlreichen Organisationen, Politiker aller Parteien, der Kommandeur der Appener Unteroffiziersschule der Luftwaffen Oberst Markus Kurczyk. Was sie alle vereinte, war ihr gemeinsames Streben, die menschlichen und sozialen Herausforderungen des Flüchtlingsansturms zu bewältigen. Das war denn auch das beherrschende Thema des traditionellen Dreikönigstreffens der Liberalen im Schützenhaus.

Auch Ratsherr Rolf Maßow, als stellvertretender FDP-Ortsvorsitzender Gastgeber an diesem Abend, hielt eine Rede. Dabei war ihm vor allem wichtig, die von seiner Partei gemeinsam mit CDU und BfB durchgesetzte Veränderungssperre zum Bleekerstift vom Makel der Flüchtlingsfeindlichkeit reinzuwaschen. Es sei vielmehr darum gegangen, eine zentrale Massenunterkunft zu vermeiden, zumal die Stadt mit der Politik der dezentralen Unterbringung bisher sehr gut gefahren sei.

Als Referent hatte sich der Leiter des Diakonievereins Migration, Ludger Fischer, angesagt, doch die Versammlung wartete vergebens auf den Funktionär aus Pinneberg. Ein Problem war das nicht, eher eine Chance für die versammelten Ehrenamtlichen, zu zeigen, wie schnell und gut sie einspringen können, wenn irgendwo Not am Mann ist.

Ferdinand Nanz war der Erste, der aus dem Stegreif ein Referat aus seinem Arbeitsgebiet lieferte. Sprachbarrieren seien es vor allem, die die Ausgabe kostenloser Lebensmittel erschweren, hob der Chef der Tafel Uetersen-Tornesch hervor: „Unsere Klienten sprechen Arabisch, Eritreisch, Somalisch oder Äthiopisch und nichts, was wir auch können.“ Der Anteil von Flüchtlingen und Asylsuchenden am Kreis der Tafel-Kunden sei binnen kurzer Zeit auf 70 bis 80 Prozent gestiegen. Oft sei es bereits schwierig, Neuankömmlingen verständlich zu machen, wie die Warenverteilung funktioniere. Andererseits gebe es inzwischen zahlreiche Syrer, Afghanen und Menschen anderer Nationalitäten, die genug Deutschkenntnisse haben, um helfend einzuspringen, hob der Chef hervor. Nach Nanz gaben Vertreter des Freiwilligenforums, des Vereins Menschen-helfen-Menschen, der Johanniter und nicht zuletzt einzelne Bürger, die sich beispielsweise als Paten engagieren, Einblicke in ihre Arbeit. Ein Bericht über das Sprach-Café bewog Norbert Vahl von der SPD dazu, spontan eine Spendensammlung für diese Einrichtung in die Wege zu leiten.

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