Sportverein hofft auf Fördermittel

Kummerfelds Daniel Schmidt (vorne) schirmt die Kugel ab. Noch wird in der Gemeinde auf gewöhnlichem Rassen gekickt. Künftig soll ein Kunstrasenplatz her.
Kummerfelds Daniel Schmidt (vorne) schirmt die Kugel ab. Noch wird in der Gemeinde auf gewöhnlichem Rassen gekickt. Künftig soll ein Kunstrasenplatz her.

Der Kummerfelder SV soll einen Kunstrasenplatz bekommen / Der Vereinsvorsitzende hat nun die nötige Finanzierung vorgestellt

shz.de von
03. März 2018, 16:00 Uhr

580 000 Euro soll der neue Kunstrasenplatz des Kummerfelder Sportvereins kosten. Vor der Kummerfelder Gemeindevertretung hat der Vereinsvorsitzende Wolfgang Ständer nun vorgestellt, mit welchen Fördermitteln der KSV rechnet und für welchen Betrag der Verein selbst aufkommen muss.

Schon im Dezember hatte die Gemeindevertretung beschlossen, dass die Kommune sich mit 180 000 Euro an dem Bauvorhaben beteiligt. Der Landessportverband Schleswig-Holstein bezuschusst die Errichtung des Kunstrasenplatzes ebenfalls. Dort wird ein Betrag von 90 000 Euro eingeplant. Zudem rechnet Ständer noch mit Fördermitteln des Kreises in Höhe von 116 000 Euro. Ein entsprechender Antrag soll Anfang März beim Kreis Pinneberg gestellt werden.

Auch vom Land Schleswig-Holstein kann der Sportverein durch die neu eingeführte Spielfeld- und Laufbahnrichtlinie noch zusätzliche Fördermittel bekommen. Diese soll Kommunen dabei unterstützen, ihre Sportinfrastruktur zu erhalten. Zudem wird auf Basis einer generationsübergreifenden Nutzung als Sport- und Freizeitfläche auch noch mit Geldern durch die Aktiv-Region in Höhe von 38 000 Euro gerechnet.

Die Gemeindevertretersitzung stimmte entsprechenden Förderanträgen, die von der Gemeinde Kummerfeld gestellt werden müssen, zu. Letztendlich werden die Kosten, die der Verein noch selbst tragen muss, laut dem Vereinsvorsitzenden zwischen 100 000 und 150 000 Euro liegen.

Die Errichtung eines neuen Rasenplatzes auf dem Sportplatzgelände am Ossenpadd ist schon lange im Gespräch. Auf Anraten der CDU hatte der Sportverein auch die Option eines vermeintlich günstigeren Hybridrasens noch einmal genauer betrachtet. „Wir haben uns einen Platz in Dasseln angesehen, der nach zwei Jahren allerdings schon in so einem schlechten Zustand war, dass er im Winter mehrere Monate nicht benutzbar war“, erläuterte Ständer.

Burkhard Tiemann von der CDU-Fraktion steht mittlerweile hinter der Errichtung eines Kunstrasenplatzes: „Der Unterschied zwischen einem Hybrid -und einem Kunstrasenplatz ist der, dass bei einem Hybridrasenplatz über 15  Jahre ein Pflegemehraufwand von 217 000 Euro entsteht.“ Die Kosten seien bei einem Hybridrasen (Kostenvoranschlag 330 000 Euro) zwar billiger, langfristig würde sich ein Kunstrasenplatz aber lohnen.

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