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Rellingen : Sportlerheim: Wie geht’s weiter?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Nach dem Rückzug von Pächter Axel Kirchstein: Rellingen sucht eine Lösung für den Gaststättenbetrieb des SC Egenbüttel. Der Finanzausschuss berät.

Rellingen | Axel Kirchstein wollte nicht mehr. Für Ende des Jahres hat der Pächter der Gaststätte im Sportlerheim Egenbüttel (SCE) am Moorweg den Vertrag mit der Gemeinde Rellingen und den Platzwart-Job beim SCE aus persönlichen Gründen aufgelöst. Über die Zukunft der Anlage und den weiteren Betrieb wird auf politischer Ebene intensiv diskutiert. Am Dienstag, 28. Oktober, um 19 Uhr im Rathaus, wird der Finanzausschuss unter Tagesordnungspunkt 5.4. das Thema „Gastronomie-/Pachtbetrieb Sportlerheim Moorweg“ aufgreifen.

Zum Verständnis: Auf dem Gelände der Sportanlage befinden sich zwei Gaststätten. Kirchstein war Pächter der Gemeinde Rellingen und im Bereich des Fußballvereins tätig, Sabine Rauchbach sorgt beim Tennisclub Egenbüttel für gemütliche Stunden. Beide Betriebe sind im Gebäude des Sportlerheims untergebracht, grenzen aneinander, agieren unabhängig voneinander.

Laut Rellinger Verwaltung bat Kirchstein „um vorzeitige Auflösung des Vertrags zum 1. September“. Der Grund: „Weil der Betrieb seinen Lebensunterhalt nicht sichert.“ Er habe sich beruflich neu aufgestellt und sei somit nicht in der Lage, „die vertraglich mit ihm vereinbarten Leistungen zu erbringen“, heißt es aus dem Rathaus.

Auch der SCE hat bereits eine Lösung gefunden: Die Platzwarttätigkeiten wie beispielsweise Schließdienst, Platzreservierung und -sperre, sowie Markierungsarbeiten hat zum Teil der Verein übernommen. Die weiteren Aufgaben wie Beseitigung von Unrat sowie Überwachung der Heizungs- und Warmwasseranlage werden zurzeit von der Gemeinde erledigt. Der Gastronomiebetrieb ist geschlossen. Die Bewirtung der Fußballer leistet der SCE entweder in Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit der Pächterin der Clubgastronomie des Tennisclubs Egenbüttel.

Gaby Gieseler, zuständig in der Rellinger Verwaltung für den Bereich Gebäudemanagement, bestätigt auf Anfrage dieser Zeitung, dass die Kommune und der SCE händeringend „nach einer einvernehmlichen Lösung suchen“.

Die Fakten sind eindeutig: Für die Zukunft des Sportlerheims sind laut Sitzungsvorlage drei Optionen denkbar, die auch dem SCE vorgelegt wurden: Erstens soll nach einem neuen Pächter gesucht werden, zweitens wird die Übernahme und der Betrieb durch den SC Egenbüttel angestrebt und drittens soll die Aufgabe des gastronomischen Angebots in der bisherigen Form bestehen bleiben. Klar ist auch: Der SCE wünscht sich Rauchbach als Pächterin, will aber nicht das Gebäude übernehmen, da dem Verein das Kostenrisiko bezüglich Unterhaltung und Instandhaltung zu groß ist.

Die Gemeinde stellt im Gegenzug auch klar: „Es ist unüblich und gehört nicht zu den Aufgaben einer Gemeinde, einen Gastronomiebetrieb auf einem Sportgelände vorzuhalten. Andere Vereine der Gemeinde Rellingen organisieren die Bewirtung von Gästen immer selbstständig, ohne Vereinsgaststätte.“

Beobachter gehen nicht davon aus, dass es während der Sitzung des Finanzausschusses eine endgültige Lösung geben wird.

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erstellt am 22.Okt.2014 | 16:00 Uhr

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