Sportanlage soll saniert werden

Die 400-Meter-Laufbahn des Schulsportplatzes muss komplett erneuert werden, und statt auf Gras, soll dort in Zukunft auf Kunstrasen gespielt und trainiert werden.
Die 400-Meter-Laufbahn des Schulsportplatzes muss komplett erneuert werden, und statt auf Gras, soll dort in Zukunft auf Kunstrasen gespielt und trainiert werden.

Zuschüsse für Kunstrasen kann es nur geben, wenn der Platz an den Sportverein Rugenbergen verpachtet wird

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07. November 2018, 16:00 Uhr

Erst sollte lediglich der Schulsportplatz der Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden (unsere Zeitung berichtete), nun teilte Detlef Brüggemann, leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Pinnau, dem Schulverband mit, dass auch die 400-Meter-Laufbahn abgängig sei und komplett erneuert werden müsse. „Eine erste Schätzung für die komplette Sanierung liegt bei 1,8 Millionen Euro“, sagte er während der jüngsten Zusammenkunft des Gremiums.

Die Umsetzung ist Brüggemann zufolge für 2020 geplant. „Für das kommende Jahr sind lediglich Planungskosten von 10 000 Euro vorgesehen“, sagte er. Zuvor muss jedoch ein Pachtvertrag mit dem Bönningstedter Sportverein Rugenbergen (SVR) abgeschlossen werden. „Nur wenn der Verein Pächter ist, können Förderanträge beim Kreis- und Landessportverband gestellt werden“, betonte Brüggemann. Für die Einreichung dieser Anträge sei eine Frist bis 31. März 2019 einzuhalten. Darüber hinaus gebe es Mittel zur Förderung der Sanierung und Errichtung von Schulsportstätten bis zu einer Höhe von maximal 250 000 Euro. Die Frage von Ellerbeks Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP), ob diese Fördermittel parallel beantragt werden könnten, bejahte Brüggemann. „Das haben wir bereits geprüft“, versicherte er.

Auch die Gemeinde Bönningstedt müsse sich an der Finanzierung beteiligen, weil sonst keine Fördergelder bewilligt werden könnten, erläuterte Brüggemann weiter. „Was nach Abzug der Fördergelder übrig ist, müssen die Trägergemeinden des Schulverbands aufbringen“, sagte er. Dabei werde – wie auch bei allen sonstigen Kosten für die Schule – der Betrag nach Schülerzahlen aufgeschlüsselt. „Zur Zeit sind das für Bönningstedt knapp 50 Prozent und für Hasloh und Ellerbek jeweils rund 25 Prozent“, so Brüggemann.

Andreas Lätsch, Vorsitzender des SVR, betonte auf Nachfrage, dass keine Punktspiele auf dem Kunstrasenplatz stattfinden werden. „Wir benötigen den Platz zum Trainieren, nicht für den Spielbetrieb“, sagte er. Die 22 Mannschaften des Vereins seien insbesondere im Winter darauf angewiesen. „Im Moment müssen wir Kinder und Jugendliche nach Hause schicken“, sagte der Vorsitzende.

Anlass zu Debatten gab der vorliegende Entwurf des Pachtvertrags. Festgelegt ist dort unter anderem, dass die Nutzung der Sportanlage montags bis freitags bis 15 Uhr den Schülern vorbehalten ist. Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) forderte eine klarere Formulierung für die Gewährleistung der Mitnutzung des Platzes für die Sportvereine aus Hasloh und Ellerbek. Dem stimmte Axel Graßmann (SPD Bönningstedt) zu. „Wer den Platz mitfinanziert, muss ein verbrieftes Recht zur Nutzung haben“, sagte er.

„Wir sehen hier gute Möglichkeiten zur Einigung“, sagte Lätsch. Der Vertrag wird nun in den gemeindlichen Gremien beraten.

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