Uetersen : Sportangelverein informiert beim Schnupperangeln

Leo (4) war mit seinem Papa aus Heede gekommen.
Leo (4) war mit seinem Papa aus Heede gekommen.

30 Kinder fischen nach Einweisung durch erfahrene Petrijünger. Uetersener Sportangelverein ist einer der größten Schleswig-Holsteins.

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20. Juli 2015, 16:30 Uhr

Uetersen | Mit Schnur und Haken auf der Jagd nach Grätentieren: Angeln ist ein weitverbreiteter Sport. Etwa eine Million Menschen gehen in Deutschland regelmäßig ans Wasser, um die Rute zu schwingen. Dazu gehört der Sportangelverein Posenkieker Uetersen. Vor 46 Jahren gegründet, zählt die Petrijünger-Gemeinschaft mit ihren 400 Mitgliedern zu den größten und erfolgreichsten Vereinen in Schleswig-Holstein. Gemeinsam mit dem Landesanglerverband (LAV) hatten die Posenkieker am Wochenende zum traditionellen Schnupperangeln für Kinder eingeladen. Vorsitzender und LAV-Präsident Siegfried Stockfleth begrüßte dazu gestern Morgen an der vereinseigenen Teichanlage am Seestermüher Elbdeich knapp 30 Nachwuchs-Petrijünger.

Angelgeräte und Fischköder mussten die Teilnehmer mitbringen. Bevor die Ruten im Teich ausgeworfen wurden, führte Stockfleth die Neulinge in die Regeln von Natur-, Gewässer-, Fisch- und Gesetzeskunde ein. „Jeder Fisch muss nach dem Fang waidgerecht getötet werden, kleine Exemplare werden in den See zurückgeworfen“, betonte der Posenkieker-Chef. Fänge seien ausschließlich für den eigenen Verzehr bestimmt.

Die zwölfjährigen Schüler Silas, Justus und David aus Uetersen und Tornesch ließen sich von Posenkieker-Mitglied Siegfried Recke in die Kunst des Angelns einweihen. „Zuerst muss das Vorfach richtig eingestellt werden, damit der Haken auf Grund liegen kann, denn jeder Fisch lebt in einer bestimmten Region“, erläuterte der erfahrene Petrijünger. Obwohl nach zwei Stunden weder ein Karpfen noch ein anderes Grätentier angebissen hatte, waren die Jungen nicht enttäuscht. „Es macht trotzdem Spaß“, waren sie sich einig.

Fingen einen Aal: Torsten Pranke (r.) mit Sohn David (l.) und dessen Freund Adrian. (Foto: Krohn)
Fingen einen Aal: Torsten Pranke (r.) mit Sohn David (l.) und dessen Freund Adrian. (Foto: Krohn)
 

Justus hatte vor einigen Tagen in der Pinnau einen Dorsch gefangen: „Der fiel allerdings vom Haken und schwamm wieder davon.“ Etwas mehr Glück hatten dagegen Adrian (14) und David (15) aus Heidgraben, die sich beim Auswerfen der Rute von Torsten Pranke helfen ließen: Sie fingen einen kleinen Aal. „Der wird nachher geräuchert“, freuten sich die Jung-Angler.

Nach der fünfstündigen Aktion luden die Posenkieker zum gemeinsamen Grillen an die Teichanlage ein. Bei Wettbewerben wie einem Angelweitwurf wurden Preise ausgelost. Wer sich entschloss, dem Verein beizutreten, musste lediglich 50 Prozent der Aufnahmegebühr entrichten.

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