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Kreis Pinneberg : Spitzensportler bleiben in Appen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Neuer Name für die Fördergruppe der Sportsoldaten. Die Gruppenmitglieder gehören zu den Besten ihrer Disziplin.

Appen | Die Appener Marseille-Kaserne ist seit 18 Jahren militärischer Standort einer Sportfördergruppe der Bundeswehr. Und das wird sie auch bleiben, wie Hamburgs Sport- und Innensenator Michael Neumann (SPD) am Montag bekannt gab. „Die Sportler fühlen sich sehr wohl in Appen“, sagte Neumann. Der Name wurde dennoch geändert: Die Spitzensportler gehören nun der Sportfördergruppe der Bundeswehr Hamburg an. Bislang hieß es Sportfördergruppe der Bundeswehr Appen. Doch da diese dem Landeskommando Hamburg unterstellt ist, sollte zumindest der Name angepasst werden. Derzeit gehören zirka 80 Sportler der Sportfördergruppe am Standort Appen an. Die Sportarten sind zwar unterschiedlich, eins haben sie jedoch gemeinsam: Sie gehören zu den besten ihrer Disziplin. Denn eine Zugehörigkeit zum A-, B- oder C-Bundeskader ist Voraussetzung, um in eine der Gruppen aufgenommen zu werden.

Weitspringer Sebastian Bayer ist einer von ihnen. Er entschied sich für die Laufbahn als Sportsoldat, da ihm die Bundeswehr die optimalen Trainingsbedingungen biete. Die zehn bis zwölf Einheiten in der Woche ließen sich nämlich nur schwer mit einem Beruf vereinbaren. „In der Vorbereitung besteht mein Tag eigentlich nur aus Training, Physiotherapie, Essen und Schlafen“, sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung.

Als Bayer am Montag in Appen den Commander Coin für seine sportlichen Leistungen erhielt, kam der 28-Jährige gerade von der Leichtathletik-Europameisterschaft aus Zürich zurück. Unzufrieden, denn mit einer Weite von 7,56 Meter schied er bereits in der Qualifikationsrunde aus. „Meine persönliche Bestleistung liegt bei 8,49 Meter. Dass ich so schlecht gesprungen bin, ist mir besonders vor meinem Trainer und dem Physiotherapeuten peinlich, die täglich mit mir gearbeitet haben“, sagte Bayer, der den EM-Titel 2012 gewann und im selben Jahr Fünfter bei den Olympischen Spielen wurde. Ob er die Saison jetzt fortsetze, wisse er nicht. „Im Moment verdränge ich den Misserfolg , aber ich werde das jetzt abarbeiten und dann von vorn anfangen müssen.“

Ruderer Lars Hartig, der ebenfalls der Sportfördergruppe angehört, hat seinen großen Wettkampf in diesem Jahr noch vor sich. Am kommenden Sonntag beginnt die Weltmeisterschaft in Amsterdam. Und Hartig wird dabei erstmals im Leichtgewicht-Einer starten. „Vorher bin ich mit mehreren gefahren, im Einer habe ich noch keine Erfahrung auf internationaler Ebene“, sagte er. 2010 gewann Hartig die WM, damals im Leichtgewichts-Doppel-Vierer. Sein Ziel für Amsterdam? „Ich möchte auf jeden Fall eine Medaille“, sagte der 24-Jährige. Wie es in den kommenden Jahren weitergehe, wisse er noch nicht. Der Einer gehört nicht zu den olympischen Disziplinen. „Ich hoffe, dass ich 2016 in Rio in irgendeiner Bootsklasse im Boot sitze“, sagte er. Und dann nicht mehr als Leichtgewicht. Denn mit seiner Körpergröße von 1,90 Metern falle es ihm zunehmend schwerer, das Maximalgewicht von 72,5 Kilogramm für die Leichtgewichtsklasse zu halten.

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erstellt am 20.Aug.2014 | 14:00 Uhr

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