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Pinneberger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 19:33 Uhr

Appen : Spielmannszug belebt alte Tradition

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fröhlicher Umzug der Freiwilligen Feuerwehr am Himmelfahrtstag in Appen. Frühere Mitstreiter freuen sich über Initiative der Jungen

Appen | Einige standen bereits erwartungsvoll am Straßenrand, andere waren eher überrascht von den flotten Klängen, die sich ihren Häusern näherten, und so trieb die Neugierde sie nach draußen. Ein seit vielen Jahren nicht mehr gewohnter Anblick belohnte sie alle: Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr begrüßte den Himmelfahrtstag mit einem fröhlichen Umzug.

Los ging es um acht Uhr an der Feuerwache. Viele Haltestationen hatten sie auf ihrem Plan, bevor sie hierher zum gemeinsamen Grillnachmittag zurückkehrten. Ihr erstes Ständchen galt ihrem Feuerwehrkameraden Kurt Martens, der gerade seinen 75. Geburtstag feierte. Von da ging es zur Dana-Seniorenresidenz, vorbei an der Taverna Paros. Hier befand sich der Edeka-Laden, in dem Charlotte Heidenberger die Umzüge früherer Jahre mit deftigem Frühstück versorgte. Heute stand die inzwischen 91-jährige wieder da und jubelte dem Zug zu, zusammen mit Sohn Rolf, der 30 Jahre lang den Vorsitz des Spielmannszuges innehatte. Inzwischen ist er längst Ehrenvorsitzender.

Heidenberger gab viele alte Umzugsanekdoten zum Besten. Andere alte Mitstreiter der Appener Musikszene wie Anneliese Frischkorn, Bernd Krohn und Anke Rittscher fügten ihre eigenen Geschichten hinzu. Es sei eine wunderbare Zeit gewesen, waren sich alle einig, bevor das Interesse an den Umzügen nach und nach erlahmte und die Tradition 2006 ganz einschlief. Umso glücklicher waren sie jetzt darüber, dass es die Jugend war, die in diesem Jahr die Initiative zu einer Wiederbelebung ergriffen hat.

Bei der Dana durfte der Zug nicht vor 9 Uhr ankommen. So war es mit der Heimleitung abgemacht. Doch auch diese Zeit schien vielen Senioren noch etwas früh. Reichlich spärlich kamen sie im Frühstücksraum der Bitte nach, doch mal zu klatschen. Ganz anders allerdings Heinz Wagenführer. Zielstrebig steuerte der 92-jährige seinen Rollator ins Freie und ließ sich keinen Ton entgehen. „Sowas Herrliches gibt es doch nur selten“, war sein begeisterter Kommentar.



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