Fasching in Schenefeld : Spielerisch Kontakte knüpfen in Schenefeld

Blau-Weiß-Integrationshelferin Martje Lott (20, Mitte), freut sich, dass ihre Schützlinge beim Fasching Kontakt zu deutschen Kindern bekommen. „Und die Eltern lernen sich dabei auch gleich kennen“, sagt sie.
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Blau-Weiß-Integrationshelferin Martje Lott (20, Mitte), freut sich, dass ihre Schützlinge beim Fasching Kontakt zu deutschen Kindern bekommen. „Und die Eltern lernen sich dabei auch gleich kennen“, sagt sie.

Faschingsfeiern für Kinder bei Blau-Weiß 96 und im Juks.

shz.de von
13. Februar 2018, 13:00 Uhr

Schenefeld | Springen, klettern, schaukeln und rennen: Beim Kinderfasching von Blau-Weiß 96 war Bewegung drin. Die kleinen Prinzessinnen, Piraten und Monster dürften nach den zwei Stunden Dauer-Power in der Sporthalle Achter de Weiden ohne Murren ins Bett gefallen sein. „So ist es richtig“, sagt Marga Gätjens, die sich bereits seit langer Zeit für die Spielvereinigung eingesetzt hat. „Seit über 20 Jahren gibt es unseren Kinderfasching jetzt schon. Damals haben wir noch im Saal gefeiert. Aber die Kinder sind unruhiger geworden und brauchen Bewegung mehr denn je“, sagt Gätjens, Mitbegründerin der Traditionsveranstaltung.

Während die kleinen Trolle, Batmans und Burgfräuleins an Seilen hin und her schwingen, steile Wände erklettern oder wackelige Hängebrücken überqueren, sitzen die Eltern bei Kaffee und einem Stück Kuchen am Rand der Halle und sind glücklich, weil ihre Kinder glücklich sind.

Beim Kinderfasching ist nicht wichtig, wer wieviel hat. Die Kinder interessiert es nicht. Und auch Mütter und Väter kommen vorurteilsfrei miteinander in Kontakt. „Das finde ich hier so gut“, sagt Martje Lott. Die Integrationslotsin von Blau-Weiß betreut geflüchtete Kinder, sorgt dafür, dass sie über den Sport und darüber hinaus heimisch in Schenefeld werden und Kontakt zu deutschen Kindern bekommen. „Je jünger, desto unkomplizierter“, sagt sie. „Die spielen zusammen und gut. Aber die Erwachsenen haben wenig Kontakt miteinander. Das ist hier beim Fasching eine gute Gelegenheit, das zu ändern. Die geflüchteten Eltern kommen über die Kinder mit deutschen Eltern in Kontakt.“

Auch im Kulturzentrum Juks in Schenefeld konnten sich Kinder in ihre Kostüme werfen und einen Nachmittag lang ausgiebig tanzen, Bilder und Pantomime raten und spielen. Eine Schokokuss-Wurfmaschine kam ebenfalls zum Einsatz.

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