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Kirche in Rellingen : Spektakuläre Blechklänge aus Hamburg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mit dem Programm „Brass Spectacular“ gastiert ein 30-köpfiges Blasorchester am 16. Februar in Rellingens Barockpreziose.

Rellingen | Brassband – bei dem Stichwort denken die meisten an ohrenbetäubenden Jazz oder altbackene Blaskapellen. Doch das Blech kann auch anders, was die „brass band wbi“ den Rellingern unter Beweis stellen will: „Brass Spectacular“ heißt das Programm, mit dem das 30-köpfige Blasorchester am Sonntag, 16. Februar, um 17 Uhr in der Rellinger Kirche auftritt – Eintritt frei (Kollekte am Ausgang).

Die Band gibt an diesem Tag ihre Premiere in Rellingen. Dabei wohnen einige der Musiker, die aus dem gesamten Schleswig-Holsteiner Raum und Hamburg stammen, im Kreis Pinneberg. „Ich habe sie in Hamburg spielen gehört und gedacht, die Truppe muss nach Rellingen“, erklärt Kantor Oliver Schmidt.

Zu den Blechbläsern gesellt sich noch üppiges Schlagwerk, wie Xylophon, Vibraphon und Pauken. Dirigent Timo Hänf gibt jedoch Entwarnung: „Keine Angst, das ergibt trotzdem keinen aggressiven Klang. Durch die Mehrfachbesetzung und das Mischen der Stimmen entsteht eher ein symphonisches Klangbild.“

Bei unseren Nachbarn, den Briten, sind sie heimisch, die großen Brassbands. Sie entwickelten sich aus den kleinen Kapellen der Minenarbeiter im Norden Englands. Hier in Deutschland hingegen ist der erstaunlich weiche Klang der Bläserensembles weitestgehend unbekannt. „Das wollen wir ändern“, so Hänf. „Wir wollen zeigen, wie vielseitig Blasmusik sein kann und die unterschiedlichen Klangfarben in den Vordergrund rücken.“

Teil des Programms ist moderne britische Blasmusik von Philip Sparke (die Suite „Ardross Castle“ mit dem berühmten „Highland Cathedral“) und Paul Lovet-Cooper („Dark Side oft he Moon“ und „Epitaph for Hillsborogh“). Doch auch der Choral „Abide with me“ von Gof Richards, Musical-Melodien aus Andrew Lloyd Webbers „Phantom der Oper“, Filmmusik, Swing und Mambo stehen auf dem Notenzettel.

Tuba und lyrisch? Das geht: Solist Nils Voß spielt das zarte „Gabriel’s Oboe“-Thema aus dem Film „Mission“ auf dem als plump angesehenen Instrument. Doris Geisel wird das Euphonium mit Karl Jenkins‘ „Lament“ aus seinem „Stabat Mater“ vorführen und Posaunist Christoph Schulz den Jazz-Standard „I’m getting sentimental over you“.

„Das Programm ist technisch äußerst anspruchsvoll. Wir wollen die große Bandbreite der Brassband in Stilistik und Dynamik beweisen“, so Hänfle. „In Deutschland hat man selten die Chance, eine Brassband so zu erleben.“

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erstellt am 12.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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