Speeldeel mit gelungener Premiere

Mit ihrem neuen Stück hat die Waldenauer Speedeel, hier Peggy Frank (von links), Sabine Hockendorff, Thorsten Ramcke, Simon Macke und Maike Buchholtz eine gelungene Premiere gegeben.
Mit ihrem neuen Stück hat die Waldenauer Speedeel, hier Peggy Frank (von links), Sabine Hockendorff, Thorsten Ramcke, Simon Macke und Maike Buchholtz eine gelungene Premiere gegeben.

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20. März 2018, 14:55 Uhr

Eigentlich sollte die etwas heruntergekommene Eckkneipe „Zur Knackwurst“ ein Feinschmeckerrestaurant sein. So zumindest das Versprechen, das die Wirtin Erna Wutschke (Sabine Hoeckendorff) an ihren stinkreichen Cousin Prinz Harry van Haltstopp (Volkert Gasche) gegeben hatte, um ihn in Sicherheit zu wiegen, damit er weiteres Geld in ihr Geschäft investieret. Aber natürlich kommt alles ganz anders.

Mit den plattdeutschen Stück „Kaviar dröppt Currywurst“ hat die Waldenauer Speedeel eine gelungene Premierenvorstellung abgeliefert. Der Stoff ist von der 33-jährigen Winnie Abel geschrieben, die im Stück eher Wert auf gelungene Szenendarstellungen legt als auf eine durchgehende oder verschlungene Handlung. Auch wurden Anleihen an bekannte Charaktere gemacht. Die Figur des Heini (Sönke Schwarz) orientiert sich an der des „Schildkröte“ aus der TV-Sendung „Dittsche“.

Die Rolle des Gerd Bloom ist Simon Macke wie auf den Leib geschnitten und perfekt umgesetzt. Auch hier kleine Anleihen an die Butlerrolle aus „Dinner for One“, aber durchaus mit eigenem Charme und einer Slapstick-Komik, die besonders dann perfekt funktionierte, wenn Macke nicht in den Szenendialog integriert war.

Selbst das sehr aktive Publikum wurde an der einen oder anderen Stelle eingebunden, indem die Schauspieler auf deren Zurufe direkt reagierten. Der Saal des Gemeinschaftshauses Alte Schule war voll besetzt. „Kaviar dröppt Currywurst“ ist ein Dreiakter ist, so hatten die Zuschauer genug Zeit, sich in zwei größeren Pausen um das eigene Wohl zu kümmern.

Alles in allem eine gute und gelungene Inszenierung der beiden Regisseure Maike Buchholz und Thorsten Ramcke, die mit ihrem Technik-Team nicht nur dafür sorgten, dass die vielen akkustischen Lautsprechereinblendungen sekundengenau einsetzten, sondern auch, dass Elisabeth Lösch nicht sonderlich viel zu tun hatte.

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