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„Wir können stolz darauf sein“ : SPD Pinneberg feiert 150-jähriges Bestehen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Landeschef Ralf Stegner gratuliert. Willy-Brandt-Medaille für Dietrich Anders.

shz.de von
erstellt am 23.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Der Pinneberger Ortsverein der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) feierte sein 150-jähriges Bestehen gestern an einem für die Partei wichtigen Ort: der Drostei. „Der Veranstaltungsort hätte damals für Kopfschütteln gesorgt“, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Pinneberger SPD, Kai Vogel. Denn dort sei im Dritten Reich die SA Standarte 265 untergebracht gewesen. „Die Schrecken der Diktatur sind hier zu spüren“, sagte Vogel und ergänzte: „Für uns stehen die Räume aber auch für Demokratie.“ Denn nachdem im Oktober 1933 der letzte SPD-Politiker aus der Ratsversammlung vertrieben worden war, hätte die Partei weiter existiert. „Seit nunmehr 150 Jahren gibt es uns hier und wir können stolz darauf sein und sind es auch. Ich verneige mich vor dieser Leistung“, sagte Vogel.

„Sie haben nicht nur eine stolze Geschichte, sondern auch eine gute Perspektive für die Zukunft“, sagte Ralf Stegner. Der stellvertretende Bundesvorsitzende, Chef der SPD-Landtagsfraktion und Landesvorsitzende der schleswig-holsteinischen SPD überbrachte die Glückwünsche der Bundespartei und hielt die Laudatio. „Es steckt noch eine Menge Power in dieser 150 Jahre alten SPD. Die einen können sich darauf freuen, die anderen darauf verlassen“, so Stegner. Auch um die Zukunft der Pinneberger SPD sei ihm nicht bange. „Sie haben vier Jusos unter 25 im Vorstand. Das ist nicht überall so in Schleswig-Holstein.“ Er lobte das Engagement der Mitglieder, die Lebensqualität für die Bürger in Pinneberg stetig steigern zu wollen. Abschließend scherzte er: „Ich gratuliere Ihnen heute, aber ich kann Ihnen nicht versprechen, dass ich zum 200. wieder hier sein werde.“

„Die Geschichte Pinnebergs ist eng mit der Arbeiterbewegung verbunden. Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten prägten den Weg zur Demokratie“, sagte Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) in ihrem Grußwort. Exemplarisch für die Gestaltung eines freundlichen Gemeinwesens nannte sie Emma Bohnemann. „Sie war für Ihre Partei und vor allem für die Frauen in Ihren Reihen Ansporn und Inspiration. „Die SPD ist der Stadt Pinneberg seit 150 Jahren ein verlässlicher Partner“, betonte Steinberg.

Stegner ehrte im Anschluss Dietrich Anders für 50-jährige Mitgliedschaft. Der stellvertretende Kreispräsident erhielt zudem die Willy-Brandt-Medaille – die höchste Auszeichnung innerhalb der Partei – für sein politisches und ehrenamtliches Engagement. Zudem zeichnete Stegner Karola Bengsch, Bodo und Gisela Falk sowie Tobias Thiel für 40-jährige Mitgliedschaft aus. Die Silberne Brosche für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Hildegard Bedarff, Gerda El Khouli, Christian Koch, Axel Heinrich, Helga Kock, Piotr Schulsinger sowie der Pinneberger Vorsitzende Vogel.

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