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Pinneberger Tageblatt

21. August 2017 | 12:35 Uhr

Pinneberg : SPD hält an Westumgehung fest

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Pinneberger Sozialdemokraten setzen Prioritäten für den Haushalt 2015: Umsetzung der Westumgehung, Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes, Schulsanierungen aber Streichung des Umbaus eines Lehrschwimmbeckens.

Pinneberg | Pinnebergs Haushaltsloch, ein leidiges Thema. Nach dem derzeitigen Ergebnisplan für den Haushalt 2015 fehlen 7,8 Millionen Euro, der neue Kreditbedarf der Stadt ist auf 10,6 Millionen Euro gestiegen. Die Pinneberger SPD hält trotzdem an den großen Bauprojekten fest: Sie spricht sich deutlich für die planmäßige Umsetzung der Westumgehung und für die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes aus. Ausreichende Mittel wolle sie auch für das Schulsanierungskonzept und Unterkünfte für Flüchtlinge bereitstellen.

„Die Westumgehung ist nach wie vor Pinnebergs wichtigstes Infrastrukturprojekt“, erklärte SPD-Ratsherr Herbert Hoffmann im Gespräch mit dem Pinneberger Tageblatt. „Die Zeitverzögerung kostet viel Geld“, sagte Gerhard Thomssen, Ratsherr und Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses. Aktuell wird bei dem Bau der Westumgehung mit zirka 33 Millionen Euro geplant. Es herrsche Handlungsbedarf. Auch am Bahnhof: „Wenn ein Unternehmer sich für den Standort Pinneberg interessiert und mit der Bahn anreist, dann dreht er doch gleich wieder um“, so Thomssen. Die Arbeiten am Bahnhof sollten alsbald möglich beginnen, sind sich die Genossen einig.

Streichen wollen sie für 2015 den 130.000 Euro teuren Umbau des Lehrschwimmbeckens in der Hans-Claussen-Schule. „Es gibt notwendigere Baumaßnahmen an den Schulen. Brandschutz zum Beispiel“, merkt Hoffmann an. Außerdem wolle die SPD-Fraktion Flüchtlingen und Asylsuchenden in Pinneberg eine „ordentliche, vor allem menschenwürdige Unterbringung“ bieten, sowie genügend Gelder für Betreuung, Förderung und Integrationshilfe bereitstellen.

Klar ist für die Sozialdemokraten: „Neben eiserner Kostendisziplin gilt es jetzt mehr denn je, die Einnahmeseite zu stärken.“ Pinneberg müsse dringend Weichen stellen, dass mittelfristig zusätzliche Gewerbesteuern eingenommen werden können. Dafür bedürfe es neuer Gewerbeflächen. „Es ist allerhöchste Zeit, nicht nur die Müssentwiete als Gewerbefläche zu erschließen, sondern auch mit der Planung des Rehmenfelds zu beginnen“, verdeutlichte Hoffmann. Deswegen werde die SPD bei den Haushaltsberatungen darauf drängen, für beide Projekte jeweils 70.000 Euro bereitzustellen.

„Es wird gern behauptet, Pinneberg sei als Standort für modernes Gewerbe nicht gefragt – die Entwicklung an der Kaserne beweist das Gegenteil“, sagt Thomssen. Für die dortigen Gewerbeflächen gebe es reges Interesse. „Ein gutes Signal für unsere Stadt.“

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erstellt am 28.Nov.2014 | 14:00 Uhr

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