Sozialeinsatz im Schatten der Anden

Zauberhaft: Peru hat landschaftlich viel zu bieten. Viele Bewohner des südamerikanischen Landes  leben jedoch in Armut.
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Zauberhaft: Peru hat landschaftlich viel zu bieten. Viele Bewohner des südamerikanischen Landes leben jedoch in Armut.

Die Pinneberger Schülerin Svenja Hansen arbeitet nach dem Abi an der Heuss-Schule ein Jahr lang in Peru

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22. Juli 2014, 16:00 Uhr

Vor dem peruanischen Nationalgericht gruselt es Svenja Hansen noch ein bisschen. „Gegrilltes Meerschweinchen – da bin ich noch etwas skeptisch.“ Ansonsten ist die Vorfreude bei der 19-jährigen Pinnebergerin aber groß. Gerade hat sie ihr Abitur an der Theodor-Heuss-Schule abgelegt. Im August wird sie für ein Jahr nach Peru fliegen. „Ich werde dort Englisch unterrichten und als Turnlehrerin arbeiten“, freut sich Svenja. Ihre neue Heimat wird dann Los Orgonos, ein Ort mit 4000 Einwohnern an der Nordküste Perus. Wüstenähnliches Klima. Die ärmste Provinz des südamerikanischen Staates. Eine fremde Welt. „Es spricht auch kaum jemand Englisch“ betont Svenja. Dazu kommt: Die meisten anderen deutschen Freiwilligen werden eher in der Hauptstadt Lima eingesetzt, Svenja ist in Los Orgonos auf sich allein gestellt. Für die 19-Jährige kein Nachteil. So sei sie gezwungen, ihre Sprachkenntnisse schnell aufzubessern. „Spanisch hat mir schon in der Schule sehr viel Spaß gemacht“, betont die Abiturientin.

Organisiert wird der Aufenthalt vom Programm „weltwärts“. Svenja hat sich für mehrere Projekte beworben, der Turnunterricht in Peru ist für sie ein Volltreffer. „Ich turne seit neun Jahren beim VfL Pinneberg und unterrichte auch hier Kinder“, sagt sie. In Los Orgonos wird sie auch vielen armen Kindern die Freude an der Bewegung vermitteln. „Alle Kinder sollten Sport treiben können, unabhängig von ihrer sozialen Lage.“ In Peru wird die Pinnebergerin bei der Familie des örtlichen Turnlehrers wohnen, zwei kleine Gastgeschwister im Alter von zwei und acht Jahren inklusive. Die 19-Jährige freut sich darauf: „So kann ich richtig in die Kultur des Landes eintauchen.“

Bevor Svenja im August den Flieger nach Südamerika besteigt, wird sie in einem zweiwöchigen Seminar auf den Aufenthalt vorbereitet. Möglichst bald möchte sie auch Kontakt zu ihrer Gastfamilie aufnehmen. Das Konzept von „weltwärts“ sieht vor, dass die Teilnehmer für den Aufenthalt selbst Geld auftreiben. Svenja sucht daher noch immer nach Unterstützern und Sponsoren. „Wer mein Projekt fördert, erhält jedes Quartal einen Statusbericht, außerdem plane ich ein Blog.“ Wer Svenja helfen will, kann sie per E-Mail kontaktieren.
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svenja.hansen95@web.de

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