zur Navigation springen

Schenefeld : SoVD feiert seinen 70. Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Kampf gegen die Altersarmut und für bezahlbaren Wohnraum prägen die Arbeit. Ortsverbände stehen für Geselligkeit.

Schenefeld | Der Klassiker „Happy Birthday to you“ schallte am Sonnabend durch das Lustis. Doch galt der Gesang nicht dem Geburtstagskind, wegen dem alle gekommen waren, sondern einer Dame, die ihren 88. Geburtstag bei der Jubiläumsfeier der Ortsgruppe Schenefeld im Sozialverband Deutschland (SoVD) feierte. Für diese wurde allerdings nicht gesungen, auch wenn der 70. Geburtstag ein guter Grund gewesen wäre.

„Wer vor eineinhalb Jahren gesagt hat, dass wir heute den 70. Geburtstag dieses Ortsverbands feiern, der gehörte zu den hoffnungslosen Optimisten. Ich gehörte dazu“, erinnerte Siegrid Tenor Alschausky, Vorsitzende des SoVD-Kreisverbands Pinneberg, in ihrer Laudatio an die überwundenen Probleme. Monatelang war um das Überleben des Ortsverbands gerungen worden. Ein neuer Vorstand wurde gesucht – und letztendlich auch gefunden. „Ich bin sehr, sehr dankbar, dass sich Menschen bereit erklärt haben, die Arbeit zu übernehmen und zwar erfolgreich zu übernehmen“, lobte Tenor Alschausky. So könnten auch in Schenefeld die drei Säulen des SoVD weiter gelebt werden: Hilfe und Beratung, Geselligkeit und sozialpolitische Interessenvertretung.

„Unsere Anliegen haben andere Begrifflichkeiten. Die Arbeit in den Ortsverbänden ändert sich, aber die Gemeinschaft wird weiter gepflegt“, betonte Tenor Alschausky. In sozialpolitischen Diskussionen sei der SoVD immer auf der Höhe der Zeit. „70 Jahre Ortsverband Schenefeld, 100 Jahre SoVD Deutschland – so alt muss man erst einmal werden“, sagte Wolfgang Schneider, Vorsitzender des Landesverbands Schleswig-Holstein. Dennoch gelte: „Wir sind zwar im Rentenalter, aber nicht inaktiv.“ Den Gründungsmitgliedern in Schenefeld sei vermutlich damals nicht bewusst gewesen, was sie für eine erfolgreiche Basis gelegt haben. Für die Zukunft sei für den SoVD der Kampf gegen die Altersarmut, die bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen mit Mitteln für Bildung und Pflege sowie sozialverträgliches Wohnen wichtig. „Sie in Schenefeld wissen nur zu gut, wie sich die Mietpreise im Hamburger Umland entwickelt haben. Mit einer kleinen Rente ist das nicht mehr zu bezahlen“, mahnte Schneider, der vor allem auf die Arbeit vor Ort setzt: „Ortsverbände sind die wesentlichen Eckpfeiler unserer Arbeit und unseres Erfolgs.“

„Nach wie vor brauchen vor allem Senioren die Hilfe des Vereins. Das familiäre Zusammenleben hat sich verändert. Soziale Kälte legt sich wie Mehltau über viele Menschen“, warnte Bürgervorsteherin Gudrun Bichowski. Daher sei es wichtig, dass der SoVD in Schenefeld erhalten wurde. Bichowski wünschte sich: „Werden Sie nicht müde, ihr Ehrenamt auszuüben, denn Sie machen Schenefeld lebenswert. Tenor Alschausky blickte bereits in die Zukunft des Ortsverbands:: „Möge es ihnen gut gehen in Schenefeld, der SoVD weiter wachsen und gedeihen, damit wir bald den 75. Geburtstag feiern können.“

zur Startseite

von
erstellt am 17.Jul.2017 | 13:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen