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Pinneberger Tageblatt

14. Dezember 2017 | 03:05 Uhr

Ellerhoop : SoVD: Bedarf an Beratung ist hoch

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

„Der große Zuspruch wirft ein schlechtes Licht auf die Sozialpolitik des Landes“, sagte Heike Lorenzen vom Kreisvorstand des SoVD während der Jahreshauptversammlung des Verbands in Ellerhoop.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2017 | 16:00 Uhr

Ellerhoop | Der Ortsverband Ellerhoop im Sozialverband Deutschland (SoVD) hat derzeit 260 Mitglieder aus 23 Gemeinden und Städten. Das hat der Vorsitzende Eike Dümichen vor Kurzem während der Mitgliederversammlung im Gasthof „Zur Linde“ bekanntgegeben. „Eine beeindruckende Zahl, aus der hervorgeht, dass viele ältere Menschen die Beratung und Betreuung nötig haben“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Peter Lehnert als Gastredner, der selbst Mitglied ist. Heike Lorenzen vom Kreisvorstand des SoVD wurde deutlicher. „Der große Zuspruch ist ein bitterer Tropfen und wirft ein schlechtes Licht auf die Sozialpolitik des Landes“, sagte sie, selbst 30 Jahre im SoVD Kreisvorstand tätig.

Eike Dümichen überreichte Magdalene Thies ein Präsent für ihre 35-jährige Mitgliedschaft.
Eike Dümichen überreichte Magdalene Thies ein Präsent für ihre 35-jährige Mitgliedschaft. Foto: Helga Pergande

Der Kreis Pinneberg habe 17.808 Mitglieder und sei der viertgrößte Verband im Land Schleswig-Holstein, das insgesamt 140.000 SoVD-Mitglieder hat. „Die Arbeit der Ehrenamtler ist wichtig, die der Hauptamtlichen ebenso“, sagte sie. So würden sich die meisten gerichtlichen Auseinandersetzungen mit dem Schwerbehindertengesetz befassen, weiter mit der Grundsicherung für Arbeitssuchende und der gesetzlichen Rentenversicherung. „83 Fälle führten zum Erfolg, 72 nicht“, so Lorenzen. 235 Widerspruchsverfahren seien erfolgreich gewesen, 318 dagegen nicht. „Gerichtlich wurden bei einmaligen Nachzahlungen 1.282.585 Euro erstritten, bei monatlichen Nachzahlungen 153.237 Euro“, sagte sie.

Als große politische Schlappe bezeichnete sie die Schließung des Seniorenheims in Kummerfeld. „Die Politik hat sich zu spät eingeschaltet“, monierte sie. Es werde immer beteuert, dass mehr Heime benötigt würden. „Hier werden Menschen als Ware betrachtet“, so Lorenzen. „Es kann nicht sein, dass Menschen dazu benutzt werden, Aktionäre zu befriedigen“, ergänzte Lehnert. Altenheime seien nicht dazu da, Gewinne zu erzielen, sondern gehörten in öffentliche Hände.

Ellerhoops Bürgermeisterin Wiebke Uhl dankte dem Ortsverband für die vielen Aktivitäten im Sinne der älteren Mitbürger. „Wir haben 2016 insgesamt neun Veranstaltungen mit 507 Mitgliedern gehabt“, so Dümichen. Dabei seien Ausfahrten, Feste und ein Matjesessen mit der örtlichen Feuerwehr gewesen. „Wir haben Besuche bei kranken und älteren Mitgliedern gemacht und auch zu Jubiläen gratuliert.“ Er dankte Schatzmeisterin Anke Offermann, die das Geld geschickt einplane und Aktivitäten organisiere. Für fünf Jahre Ehrenamt dankte er Lambert Früchtenicht und Gaby Krohn. Zudem wurden weitere Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt.

Ehrungen in Ellerhoop

Magdalene Thies (35 Jahre), Peter Hahn (30), Ulrich Hahn sowie Renate Kritsotakis (25), Lisa und Rolf Engelbrecht, Ursula Schultz (20), Ilse Behn, Wolfgang Dikomey, Matthias Jutrczenka, Karin Lühr, Horst Stiemert (15), Heike Adomszent, Jörg und Heike Hülsemann, Renate und Willi Rieke (10). 

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