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Interaktive Grafik : Sophie und Henry sind die beliebtesten Namen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

2015 sind im Regio-Klinikum Pinneberg 1209 Kinder geboren worden. Die meisten Jungen und Mädchen erhielten nur einen Vornamen.

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erstellt am 13.Jan.2016 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Im Pinneberger Regio-Klinikum sind im vergangenen Jahr laut Pressesprecher Sebastian Kimstädt 1209 Babys geboren wurden – 624 Jungen und 585 Mädchen. Sechsmal wurden Zwillinge geboren. Die Geburtenzahl lag damit laut Kimstädt fast zwei Prozent über der des Jahres 2014. Damals wurden im Geburtszentrum der Regio-Kliniken 1187 Kinder geboren – fünf Zwillingsgeburten gab es.

Das Geburtszentrum der Regio-Kliniken ist die einzige Geburtsstation im Kreis Pinneberg. Alle Kinder, die dort auf die Welt kommen, erhalten ihre Geburtsurkunde vom Standesamt der Stadt Pinneberg, unabhängig davon, in welcher Kommune die Eltern der Neugeborenen leben. Aus diesem Grund kann das Pinneberger Standesamt auch Auskunft darüber geben, welche Namen bei den Eltern im Kreis Pinneberg im Trend liegen. Denn es führt eine Statistik über die Vornamen, die innerhalb des Jahres am häufigsten vergeben wurden.

Sophie und Henry lauten die Namen, die das Standesamt Pinneberg im vergangenen Jahr am häufigsten registrierte. Der Name Henry wurde in Pinneberg an 14 Jungen vergeben, der Name Sophie an 25 Mädchen – achtet man nur auf die Aussprache des Namens, dann sogar an 32, denn sieben 2015 geborene Mädchen heißen Sofie. Im Jahr 2014 führten noch Paul und Marie die sogenannte Hitliste der Eltern im Kreis Pinneberg an. Marie ist im vergangenen Jahr immer noch der zweitbeliebteste Mädchenvorname gewesen und wurde 21-mal vergeben. Sechs Jungs erhielten den Namen Paul.

Deutschlandweit waren die Vornamen Mia und Ben 2015 am beliebtesten. Eine offizielle Liste zu den häufigsten Vornamen eines Geburtenjahrgangs gibt es auf Bundesebene zwar nicht, aber der Hobby-Vornamensforscher Knud Bielefeldt aus Ahrensburg, der seit 2003 die Internetseite „Beliebte Vornamen“ betreibt, wertet jährlich die Geburtsmeldungen zahlreicher Geburtskliniken und einiger Standesämter aus, um die Namens-Hitlisten auf Bundes- und Landesebene zu erstellen. Im Jahr 2015 waren demnach in Schleswig-Holstein die Vornamen Mia und Finn am beliebtesten, in Hamburg Emma und Henry.

Der 2015 im Kreis Pinneberg häufigste Jungenname Henry ist laut Bielefeldt in den vergangenen zehn Jahren deutschlandweit immer beliebter geworden. Während er zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereits häufig vorkam, seien Jungen in den 1980er Jahren kaum noch Henry genannt worden. Der Name ist eine Kurzform von Heinrich, der wiederum auf zwei althochdeutsche Wörter zurückzuführen ist: „heima“ (das Heim) und „rihhi“ (reich, mächtig).

Der Name Sophie hingegen hat seinen Ursprung im Altgriechischen: Sophia (die Weisheit). Der Name ist laut Bielefeldt in Deutschland bereits im 19. Jahrhundert sehr beliebt gewesen – lediglich zwischen 1930 und 1980 wurde er selten vergeben. Die Ursprungsform Sophia oder Sofia sind beim Standesamt Pinneberg im vergangenen Jahr zehnmal für Neugeborene registriert worden.

Die meisten Kinder, die 2015 in Pinneberg geboren wurden, nämlich 667, erhielten nur einen Vornamen. 460 Kinder haben zwei Vornamen bekommen, 39 drei Vornamen und drei Kinder erhielten mehr als drei Vornamen. Die Maximalzahl der Vornamen ist in Deutschland übrigens nicht genau festgelegt. 2004 untersagte das Bundesverfassungsgericht jedoch einer Mutter zum Wohle des Kindes, ihrem Sohn zwölf Vornamen zu geben.

 
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