zur Navigation springen

Kummerfeld : Soll der Meinkenhof verkauft werden?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Große Verwirrung: Im Internet wird für den insolventen Betrieb ein Käufer gesucht. Der Besitzer ist davon überrascht.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Eine Internetannonce in einem Immobilienportal sorgt für Verwirrung. Dort wird der Kummerfelder Meinkenhof samt 36 000 Quadratmeter großem Grundstück zum Verkauf angeboten. Aufgerufen wird ein Preis von 790 000 Euro. Besitzer und Betreiber Jan-Hinnerk Kruse, der sich derzeit in einem Insolvenzverfahren befindet, zeigte sich im Tageblatt-Gespräch überrascht. Denn seiner Meinung nach steht das Grundstück keineswegs zum Verkauf.

Rückblick: Im März 2013 meldete Kruse Insolvenz an. Zu groß war die Schuldenlast, die den Gastronomiebetrieb belastete. Seit dem 1. Juni hat deswegen der Hamburger Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin das Wort. Die Zusammenarbeit sei konstruktiv, so Kruse. Das sieht auch Penzlin so. „Hauptziel ist, den Betrieb zu sanieren und die Fortführung zu gewährleisten“, so Penzlin gestern. Und weiter: „Ich sehe den Meinkenhof als Betrieb, der sich trägt.“ Dementsprechend würden die Geschäfte in vollem Umfang weitergeführt – und das unbefristet. Und die Verkaufsanzeige?

„Sie vermittelt einen völlig falschen Eindruck“, so der Insolvenzverwalter. Entsprechend sei auch er von Art und Aufmachung überrascht gewesen, sagte Penzlin im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Darstellung, für die eine Hamburger Immobilienfirma verantwortlich ist, sei nicht mit ihm abgesprochen. Denn es gehe nicht um einen bloßen Verkauf, sondern vielmehr darum, einen Investor zu finden, der den Meinkenhof bei laufendem Betrieb nahtlos übernimmt – mit Kruse als Pächter.

Diese Möglichkeit hält auch der jetzige Besitzer für denkbar. Doch erste Option sei für ihn nach wie vor, den Betrieb wie bisher – also auch als Eigentümer des Grundstücks – fortzusetzen. „Ich glaube, eine gute Perspektive zu haben“, sagte der gelernte Koch. Doch ihm sei bewusst, dass über kurz oder lang ein Investor gefunden werden müsse.

Das seit gut sechs Monaten laufende Insolvenzverfahren sehen alle Beteiligten auf einem guten Weg. Wichtig ist für Penzlin vor allem, dass, seit er tätig ist, alles Eins-zu-Eins bezahlt wird. Entsprechend bekräftigt er: „Der Meinkenhof ist eine sichere Adresse.“

Und die Internetannonce? Sie soll laut Penzlin in den kommenden Tagen deaktiviert werden. Um anschließend mit neuer Aufmachung wieder online zu gehen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen