Von Bäumen, Bienen und Blumen : So will der Förderverein das Pinneberger Baumschulland erlebbar machen

Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos)und Frank Schoppa, Vorsitzender des Fördervereins Kulturland Pinneberger Baumschulland, stellen das Programm „Kulturlandschaft erleben! 2018“ vor. Führungen, Besichtigungen, Wander- und Radtouren stehen an.
Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) und Frank Schoppa, Vorsitzender des Fördervereins Kulturland Pinneberger Baumschulland, stellen das Programm „Kulturlandschaft erleben! 2018“ vor. Führungen, Besichtigungen, Wander- und Radtouren stehen an.

Förderverein Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland stellt erstes Programm für Radtouren und Wanderausflüge vor.

shz.de von
25. April 2018, 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Am Mittwoch ist Tag des Baumes und der hat im Kreis Pinneberg eine besondere Bedeutung. Baumschulgemeinden: So bezeichnen noch heute viele Menschen ihre Heimatorte im Kreis. Und das hat seinen Grund. Die rund 200 Baumschulbetriebe gehören zu den wichtigsten Arbeitgebern der Region. „Das Pinneberger Baumschulland ist eine 250 Jahre gewachsene Kulturlandschaft mit einzigartigen Pflanzenkulturen und grüner Kompetenz. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, das wir den Menschen in der Metropolregion Hamburg vermitteln möchten“, erklärt Frank Schoppa, Vorsitzender des Fördervereins Kulturland Pinneberger Baumschulland (FKPB).

Und durch genau diese schöne Kulturlandschaft mit ihrer abwechslungsreichen Flora führen die zwölf Veranstaltungen, die der FKPB anbietet. „Wir haben jetzt erstmals eine Broschüre herausgebracht, in der zwölf Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten und mit verschiedenen Schwerpunkten vorgestellt werden“, so Schoppa bei der gestrigen Vorstellung der Broschüre im Pinneberger Rathaus.

Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) freut sich ebenfalls über das Zustandekommen des Programms, zudem hat sie als Bürgermeisterin eine persönliche Beziehung zum Förderverein. „Wir sind als Stadt Gründungsmitglied und zugleich ist der jeweilige amtierende Bürgermeister als Repräsentant der Kommune auch Vorstandsmitglied im Förderverein“, erklärt Steinberg. Und sie fügt hinzu: „Mit der Veranstaltungsreihe möchte der Förderverein die Besonderheit und Vielfalt der Kulturlandschaft erlebbar machen. Dabei wird mit den verschiedenen Einrichtungen und Akteuren aus dem Umfeld des Baumschullandes kooperiert.“ Dabei handelt es sich um die Naturfreunde Pinneberg, das Gartenzentrum Schleswig-Holstein, Deutsche Baumschulmuseum und die Stadt Pinneberg.

Der Zweck des Vereins ist die Förderung von Gartenkultur, Landschaftspflege, Naherholung und Tourismus im Baumschulgebiet Kreis Pinneberg und Südwestholstein. Der Verein verfolgt dabei die Idee der nachhaltigen Entwicklung durch den Ausgleich zwischen wirtschaftlichen, ökologischen, sozialen und kulturellen Interessen.

Hierfür betreibt der Förderverein Öffentlichkeitsarbeit mit Veranstaltungen, Publikationen, Ausstellungen, Führungen sowie weiteren Informationsmedien, unterstützt Forschungsvorhaben; arbeitet mit in Vereinen, Verbänden, vergleichbaren Initiativen oder Dachorganisationen, die den Vereinszweck und seine Ziele unterstützen und gewinnt Fördermittel für Projekte im Vereinsgebiet. Die erste Veranstaltung findet am 25. Mai ab 14 Uhr in Barmstedt, Brunnenstraße 68, unter dem Titel „Rhododendron-Blütenmeer bei Hachmann“ statt und ist kostenlos. Eine Anmeldung zum Rundgang – mit optionaler Radtour im Anschluss der Besichtigung – wird erbeten bis 23. Mai unter Telefon (04101) 40 24 18 oder unter J.Jura@gmx.de.

Das Programm „Kulturlandschaft erleben! 2018“ gibt es in öffentlichen Einrichtungen. Alle weiteren Informationen gibt es auch hier.

Baumschulen im Kreis Pinneberg

Vor allem Ziergehölze werden nördlich von Hamburg gezogen: Allee- und Straßenbäume, Bodendecker, Rhododendren, Formgehölze, Nadel- und Laubgehölze machen einen Großteil der Produktion aus. Neben dem lokalen und nationalen Bedarf bedienen die Pinneberger Baumschulen Anfragen aus aller Welt. Eine große Rolle spielt der Export ins europäische Ausland. Doch auch Länder aus Fernost und die USA beziehen Gehölze aus Schleswig-Holstein. Etwa ein Fünftel der deutschen Anbaufläche liegt in Schleswig-Holstein, 85 Prozent davon im Kreis Pinneberg, je nach Quelle,  liegt die Größe zwischen 3300 bis 3800 Hektar.

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