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Pinneberger Tageblatt

25. September 2017 | 04:52 Uhr

„So stelle ich mir Feuerwehr vor“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Pfingstzeltlager 870 Teilnehmer und 130 Betreuer bei Traditionsveranstaltung der Jugendfeuerwehren / Staffelstab übergeben

Hagelkörner und Regentropfen prasselten auf die Zeltdächer. Sturmböen schlugen gegen die Zeltplanen und rissen an Leinen und Heringen. Die Jugendfeuerwehren auf dem Schenefelder Sportplatz Achter de Weiden mussten am Pfingstwochende ihre Unterkünfte für das traditionelle Zeltlager doppelt sichern. Doch für zwei Zelte kam jede Hilfe zu spät. Eine mächtige Böe hatte diese aus der Verankerung gerissen und über den Sportplatz geschleudert. „Ihr hättet mal sehen müssen wie viele da hingestürmt sind, um zu helfen. So stelle ich mir Feuerwehr vor“, lobte Kreiswehrführer Frank Homrich die Hilfsbereitschaft der Jugendlichen abseits von Wettkämpfen und Spaß.

Donnerstag hatte die Schenefelder Wehr mit dem Aufbau des „District 34“ am Gymnasium und der Gemeinschaftsschule Achter de Weiden begonnen. „Logistisch war das ein unglaublicher Aufwand“, bilanzierte Helge Kudenholdt, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Schenefeld, die sich in diesem Jahr als Ausrichter nicht nur um die Unterbringung und die Wettkämpfe, sondern auch die Verpflegung der etwa 870 Jugen und Mädchen aus 40 Jugendfeuerwehren und 130 erwachsenen Helfer kümmern musste. Neben der aktiven Wehr halfen Eltern, Freunde und Freiwillige bei der Essensausgabe, Nachtwache und Betreuung. „Das ist unglaublich, was hier geleistet wurde“, sagte Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD), die selbst das gesamte Wochenende am Schulzentrum verbrachte.

Freitag erfolgte die offizielle Anreise der Jugendlichen, die am Sonnabend bei Orientierungsmärschen Schenefeld erkundeten. „Die ganze Stadt war orange-blau“, stellte Kudenholdt zufrieden fest. Am Abend stand die gemeinsame Disko in der Aula der Schule statt. Pfingstsonntag und -montag standen im Zeichen der Wettkämpfe. Mit zwei ersten und einem zweiten Platz war die Jugendfeuerwehr Borstel-Hohenraden dabei am erfolgreichsten.

„Ich bin total stolz auf meine Wehr“, sagte Küchenhof bei der offiziellen Verabschiedung und lobte: „Bis auf das Wetter war alles perfekt durchgeplant.“ Symbolisch überreiche sie Kay Sierk, Wehrführer in Westerhorn, ein D-Strahlrohr als Staffelstab. Im kommenden Jahr richten die Gemeinden des Amts Hörnerkirchen das Zeltlager unter dem Motto „Nordcup“ gemeinsam aus. „Wir werden die Wehren des Kreises Steinburg einladen“, verkündete Sierk. Dies seien zusätzliche 400 Jugendliche. „Ich hoffe wir schaffen das“, so Sierk. Küchenhof bilanzierte: „Wir haben gezeigt, dass Stadt auch Zeltlager kann.“

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