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Ehemaliges Kasernengelände in Pinneberg : So soll die Parkstadt aussehen

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Die Landesentwicklungsgesellschaft investiert 20 Millionen Euro: Investor Klaus Göttsche plant den Baubeginn für das Frühjahr 2015.

Sieben Hektar Bauland. Rund 250 Wohneinheiten. Ein Investitionsvolumen von 20 Millionen Euro. Das sind Eckdaten eines Projekts, das den Süden Pinnebergs nachhaltig verändern wird. Aus der bis 2003 von der Bundeswehr genutzten Kaserne wird die Parkstadt Eggerstedt. Ein neuer Stadtteil entsteht. Während eines Besuchs im Medienhaus am Damm äußert sich Investor Klaus Göttsche zu dem Vorhaben. Er will noch 2014 mit dem Abbruch der Kasernengebäude beginnen – und peilt den Baubeginn für Frühjahr 2015 an.

Göttsche ist Geschäftsführer der in Kiel ansässigen Landesentwicklungsgesellschaft (LEG). Das Unternehmen hatte sich bereits seit 2007 um das Kasernen-Areal bemüht. Und im Ausschreibungsverfahren unter anderem den Elmshorner Bauunternehmer Theodor Semmelhaack sowie das Unternehmen Interhomes ausgestochen. „Andere haben sich womöglich durch  komplexe Verträge abschrecken lassen, wir haben mit unserem Durchhaltevermögen gepunktet“, sagt Göttsche, der für das Projekt Parkstadt einen Partner im Boot hat – die in Hamburg beheimatete Frank-Gruppe.

Entstehen sollen im Westen der Ex-Kaserne 58 Einzelhäuser mit jeweils 600 Quadratmetern Grundstück sowie 64 Doppelhaushälften. Zudem plant die LEG 21 so genannte Stadtvillen. Dabei handelt es sich um barrierefreie Mehrfamilienhäuser  mit drei Geschossen. Die Appartements werden eine Größe zwischen 70 und 100 Quadratmetern haben. „Das ist mittlerweile ein echter Wohntrend, die Nachfrage ist groß“, sagt Constanze Göttsche, die ebenfalls bei der LEG beschäftigte Tochter des Geschäftsführers. Die Vermarktung beginne voraussichtlich bereits  im Sommer 2014. „Wir haben schon jetzt die erste Anfrage vorliegen.“ Der zu erzielende Quadratmeterpreis werde um die 250 Euro liegen. 

Die Stadt Pinneberg erhält für das 70000 Quadratmeter große Areal rund  1,4 Millionen Euro. „Unsere wesentliche Kaufleistung ist jedoch  die Erschließung des Geländes“, erklärt Klaus Göttsche den vergleichsweise geringen Barpreis. Die LEG werde Grünflächen herrichten und Straßen bauen – für acht Millionen Euro. Für die seit Jahren kontrovers diskutierte westliche Anbindung des Geländes wäre die LEG nicht verantwortlich. Und die Straße, deren Bau von Anwohnern der Vogelsiedlung bekämpft wird, sei auch „nicht zwingend erforderlich“. Aktuell gehe er davon aus, dass die Parkstadt nur über eine  an der Raa beginnende Allee  erschlossen werde, so Klaus Göttsche.

Die Kieler LEG ist erfahren im Umwandeln von Kasernen. So kam das Unternehmen etwa  in Wentorf zum Zuge. Klaus Göttsche wartet jetzt darauf, dass auch der B-Plan von der Politik abgesegnet wird. Erst dann wird der Kaufpreis fällig. Nach Informationen dieser Zeitung alles andere als ein Selbstgänger. In Reihen der Politik wächst der Unmut über die Stadtverwaltung, die Fragen zur Vertragsgestaltung nicht oder nur ungenügend beantwortet haben soll.

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erstellt am 31.Jan.2014 | 15:23 Uhr

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