Kreis Pinneberg : So schlecht sind die Kreisstraßen in der Region

Der Kreis Pinneberg hat die Straßen in seinem Zuständigkeitsbereich mit Noten auf einer Skala von eins bis fünf bewertet. Die Note eins wurde nicht vergeben.

Der Kreis Pinneberg hat die Straßen in seinem Zuständigkeitsbereich mit Noten auf einer Skala von eins bis fünf bewertet. Die Note eins wurde nicht vergeben.

Fast die Hälfte des Netzes muss ausgebaut werden. Betroffen sind 44 von 95 Kilometern Strecke.

shz.de von
25. April 2018, 14:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Fast die Hälfte aller Kreisstraßen ist sanierungsbedürftig oder sogar in extrem schlechten Zustand. Das teilte die Kreisverwaltung am Dienstag auf Anfrage von shz.de mit. Betroffen sind 44 von 95 Kilometern Strecke. Wichtige Ausbauprojekte scheiterten zuletzt an fehlendem Fördergeld.

Der Kreis Pinneberg hat die Straßen in seinem Zuständigkeitsbereich mit Noten auf einer Skala von eins bis fünf bewertet. Die Note eins wurde nicht vergeben. „Dieser Zustand kann eigentlich nur direkt nach der Abnahme einer Erneuerung erreicht werden“, sagt Silke Dräger, Leiterin des Fachdienstes Straßenbau in der Kreisverwaltung.

In gutem Zustand und mit Note zwei bewertet sind etwa zehn Kilometer. Den größten Anteil am Streckennetz haben Kreisstraßen mit der Note drei. Auf etwa 42 Kilometern gibt es geringe Mängel wie kleine Risse. Eine Sanierung von Grund auf ist noch nicht nötig. Fast 34 Kilometer Straße müssen dagegen mittelfristig erneuert werden. Ihren Zustand nennt die Verwaltung „nicht gut und sanierungsbedürftig“. Trotzdem seien die betroffenen Abschnitte noch sicher. Dafür gibt es die Note vier.

In „wirklich schlechtem“ Zustand sind fast zehn Kilometer. Die Strecken sind in Teilen nicht mehr sicher, Tempolimits nötig. Betroffen ist vor allem die K 2 zwischen Lutzhorn und Bokel. Der geplante Ausbau musste auf 2019 verschoben werden, weil das Land Fördermittel nicht bewilligte. Auch die K 22 zwischen Uetersen und Tornesch ist marode. Der Neubau verzögert sich seit Jahren. 2017 hat der Kreis 3,1 Millionen Euro in seine Straßen investiert, für 2018 stehen etwa 1,5 Millionen Euro bereit.

Nach Recherchen des NDR müssen in ganz Norddeutschland 23 Prozent der Kreisstraßen dringend repariert werden. Das Netz sei auf Verschleiß gefahren worden, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Kiel der Deutschen Presseagentur (DPA).

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