Interview : So plant Bönningstedts CDU

Rolf Lammert spricht im Interview über die Kommunalwahl 2018.

Rolf Lammert spricht im Interview über die Kommunalwahl 2018.

Was braucht der Ort? Wie soll das erreicht werden? Darüber spricht der Fraktionsvorsitzende Rolf Lammert.

von
19. Januar 2018, 16:00 Uhr

Bönningstedt | In knapp vier Monaten wird gewählt. Zahlreiche Parteien und Wählergemeinschaften in den Kommunen bereiten sich derzeit auf den Wahlkampf vor. Wir haben nachgefragt: Was sind die Ziele und Vorstellungen der Fraktionen? In loser Reihenfolge stellen wir diese vor. Den Anfang macht die Bönningstedter CDU-Faktion.

Frage: Welches Ziel soll bei der Kommunalwahl erreicht werden?
Rolf Lammert (CDU): Wir werden möglichst viele Bönningstedter aktivieren, wählen zu gehen. Aus CDU-Sicht streben wir an, dass wir die stärkste Fraktion im Gemeinderat werden. Wir glauben, dass unser Dorf eine klare Vision und eine konstruktive Zusammenarbeit aller Parteien braucht.

Wie gehen Sie strategisch vor beziehungsweise wie sieht der Wahlkampf aus?
Am wichtigsten ist die Information über das politische Geschehen in Bönningstedt. Deswegen versuchen wir seit geraumer Zeit, Dorfpolitik spannend zu machen und die Informationen kurz, prägnant und interessant aufzubereiten. Wir werden die nächsten vier Monate nutzen, um klar Stellung zu den wichtigen Themen im Dorf zu beziehen, damit sich jeder eine Meinung bilden kann.

Was braucht der Ort am dringendsten?
Vertrauen für die Politik zurück zu gewinnen. Ein konstruktives Miteinander. Viel mehr Bewegung im Dorf. Projekte für unser Dorf nach vorne bringen, die ein Gleichgewicht zwischen Gewerbe (Wirtschaft), Finanzen, Infrastruktur, Umwelt und dem Leben im Dorf bieten. Menschen, die sich engagieren für unser Dorf, die es noch bunter und lebendiger machen. Ein Bönningstedt, in dem sich Alt und Jung wohl fühlen, sich inspirieren, respektieren und gemeinsam an einem Strang ziehen. Wir wollen ein neues Gemeinschaftsgefühl wecken, so dass jeder Einwohner mit Stolz ein Bönningstedter ist. Bönningstedt als wachsenden, attraktiven Ort stärken, der einen hohen Freizeitwert bietet. Wir stehen für mehr Transparenz und Glaubwürdigkeit im politischen Leben.

Wie wollen Sie Nichtwähler und Neuwähler zum Wählen bewegen?
Durch Information, dass die Kommunalwahl für uns im Dorf relevant ist. Hier entscheidet sich, was direkt vor der eigenen Tür passiert. Jeder kann sich beteiligen, seine Meinung einbringen, Ideen entwickeln und anstoßen. Durch Zuhören und Verstehen. Wir versuchen durch Veranstaltungen, Politik anfassbar zu machen. Wir stellen Fragen an Einwohner und Gewerbetreibende und gehen aktiv auf sie zu. Durch Kreativität und Engagement. Jetzt schon bekommen wir sehr viele positive Rückmeldungen aus unserem Dorf. Die Bönningstedter freuen sich über die Informationen, den frischen Wind und nutzen die Gelegenheit, direkt bei uns ihre Anliegen loszuwerden. Ich werde sehr viel angesprochen oder angeschrieben und bemühe mich, Rückmeldungen zu jeder der Fragen und Probleme zu geben.

Wie wollen Sie künftig politische Arbeit gestalten?
Wir haben in allen Kernpunkten wie Finanzen, Verkehr und Infrastruktur, Umwelt, Sicherheit, Bildung und Sport viel zu tun. Wir benötigen wieder finanziellen Spielraum, um aktiv zu gestalten. Dabei glauben wir, dass wir das nur in einem Klima schaffen, in dem alle Parteien und Institutionen konstruktiv zusammenarbeiten. Es muss erlaubt sein, kontrovers zu diskutieren, aber immer mit Blick auf die Sache und einem gemeinsamen Ziel, Bönningstedt noch besser zu machen. Wir sind nicht alleine. Wir müssen wieder stärker mit unseren Nachbargemeinden zusammenarbeiten, Synergien nutzen und aus deren Erfolgen und Fehlern lernen. Für uns heißt politische Arbeit Vernetzung, Zusammenarbeit mit Parteien, Gemeinden, Kreis und Land stärken. Darüber hinaus wollen wir die Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen und Verbänden stärken und das Ehrenamt würdigen und fördern. Verlässlichkeit und Transparenz sind weitere Stichpunkte. Probleme und Sorgen der Bürger müssen ernst genommen werden. Weitere Punkte: Machen statt aussitzen – Konsens statt Machtspiele – Sachliche, verständliche Informationsaufbereitung – Verständnis schaffen, wenn etwas nicht geht, und agieren statt nur zu reagieren – strategische Ausrichtung festlegen.

Wie planen Sie, mehr Menschen für politisches Engagement zu motivieren?
Indem wir selbst aktiv sind und somit zeigen, dass ehrenamtliches Engagement Spaß macht. Dass jeder Gestaltungsmöglichkeiten hat und dadurch Dinge verändern kann. Wir sind offen für Kritik, Ideen und Anregungen. Wir merken schon jetzt, dass das wirkt. Deshalb konnten wir schon einige Menschen zu mehr Engagement bewegen.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen