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Pinneberger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 14:36 Uhr

Sparrieshoop : So meistern Igel den Winter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Tipps vom Wildtier- und Artenschutzzentrum: Bereits 30 hilfsbedürftige Igel leben in der Station.

von
erstellt am 23.Okt.2013 | 00:33 Uhr

Pünktlich zur Herbstzeit finden viele Menschen im Kreis Pinneberg junge Igel in ihren Gärten. Ist ein Jungtier sichtbar verletzt oder unterernährt, können helfen Experten werden. Eine der Anlaufstationen ist das Wildtier- und Artenschutzzentrum in Klein Offenseth-Sparrieshoop.

„Wer in diesen Tagen seinen Garten aufräumt, sollte beispielsweise Reisighaufen lieber liegen lassen“, sagt Christian Erdmann, Leiter des Zentrums. Fast täglich werden ihm und seinem Team meist junge Igel vorbeigebracht. Die Reisighaufen dienen den kleinen Tieren als natürlicher Rückzugsraum. Wer ihnen zusätzlich helfen möchte, kann Futter bereitstellen. „Igel-Futter aus dem Fachhandel, gekochtes Ei und Katzenfutter fressen sie gern“, berichtet Erdmann. Auf Milch sollte dabei verzichtet werden, da der Laktosegehalt den Tieren schadet. „Wer einen Igel findet, sollte aber erst einmal schauen, ob das Tier überhaupt Hilfe benötigt“, sagt Erdmann. Ein gut genährtes Tier wäre in der Wildtierstation fehl am Platz. Dort leben bereits 30 Igel.

Seit einem Jahr ist das Wildtier- und Artenschutzzentrum in Sparrieshoop ansässig. Allein in diesem Jahr wurden insgesamt mehr als 500 Tiere versorgt. „Wir sind hier in der Gemeinde sehr gut angenommen worden“, zeigt sich Erdmann zufrieden. Derzeit wird die Fichtenschonung auf dem insgesamt 2,5-Hektar großen Gelände erschlossen. Dort sollen 20 Volieren entstehen – doch die Kosten für Material und Aufbau sind hoch. „Wir sind auf Geldspenden angewiesen“, sagt Erdmann. Eine Grundfinanzierung bekommt die gemeinnützige GmbH von der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“.

Das Wildtier- und Artenschutzzentrum bildet auch aus. „Wir haben derzeit eine Auszubildene zur Zootierpflegerin“, berichtet Erdmann, der von der IHK in den Prüfungsausschuss berufen wurde. Ebenfalls macht die 18-jährige Darja Mahler ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr in Sparrieshoop.

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