„So macht Gemüse essen Spaß“

Initiatorin Rebecca Bürger (hinten links) und Jugendpflegerin Natascha Hartwig (hinten rechts) freuen sich auf die Ernte.
Initiatorin Rebecca Bürger (hinten links) und Jugendpflegerin Natascha Hartwig (hinten rechts) freuen sich auf die Ernte.

Eltern und Kinder bauen Hochbeet für das Tangstedter Jugendhaus

shz.de von
04. Juli 2018, 16:00 Uhr

Die Kinder der Schulkinderbetreuung (SKB) der Grundschule in Tangstedt haben ab sofort ihr eigenes Hochbeet. Die Idee dazu kam von der zweifachen Mutter Rebecca Bürger. „Ich habe schon einmal für mich selbst ein Hochbeet gebaut. Ich finde es wichtig für Kinder, mit eigenem Obst und Gemüse aufzuwachsen und zu wissen, woher es kommt“, erläuterte Bürger den Hintergrund.

Mit ihrem Vorschlag rannte sie bei Jugendpflegerin Natascha Hartwig, die sowohl für die SKB als auch für das Jugendhaus zuständig ist, offene Türen ein. „Für mich war bei der Errichtung des Hochbeetes sehr wichtig, dass hier nicht einfach irgendwelche Pflanzen stehen, sondern solche, mit denen die Kinder etwas anfangen können“, sagte sie. Hartwig freute sich deshalb umso mehr über die nachhaltige Initiative Bürgers, zumal auch die Kinder von Anfang an an der Planung und dem späteren Bau beteiligt waren,

Luca (6), Mathilda (7), Alena (8) und Johanna (4) waren besonders aktiv. Gemeinsam mit Mutter Rebecca und Vater Jan-Marc Bürger sowie Vater Björn Pöhler schraubten sie die Europaletten und Holzlatten zusammen, verpassten ihnen einen Schutzanstrich mit Speziallack und zogen Unkraut-Flies sowie Kaninchen-Draht gegen unerwünschte Eindringlinge aus Flora und Fauna ein. Anschließend befüllten sie die fertige Hochbeet-Kiste mit Baumschnitt und torffreier Bio-Erde.

Sogar für eine Dauerbewässerung hat sich Bürger eingesetzt. Mittels eines Mini-Computers, der direkt am Wasserhahn angebracht wurde, gelangt nach und nach Wasser über einen Tropfschlauch in das Hochbeet. „Diese Hochtechnologie war nur über die Spendenbereitschaft ortsansässiger Gartenbaubetriebe möglich“, erläuterte Bürger. „Wir mussten den Schutz der Pflanzen gerade in Ferienzeiten gewährleisten“, so die engagierte Mutter weiter.

Angepflanzt wurden direkt im Anschluss an die Fertigstellung des Hochbeetes bereits Zuckermais, Tomaten, Salat, Gurken, Kohlrabi, Erdbeeren und Himbeeren. „Später sollen noch Kräuter folgen. Dann können wir in den Ferien mit den Kindern mit unserer eigenen Ernte kochen“, berichtete Hartwig. „Es ist auch toll für sie, wenn sie sich einfach mal eine Tomate direkt vom Strauch in den Mund stecken können. So macht Gemüse essen Spaß“, sagte die Jugendpflegerin mit sichtlicher eigener Begeisterung für das partizipative Projekt.

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