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Kreis Pinneberg : So läuft die Ausbildung zum Unteroffizier in Appen und Heide

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 12.Aug.2015 | 09:55 Uhr

Appen/Heide | Jedes Jahr bildet die Unteroffizierschule der Luftwaffe mit Standorten in Appen und Heide etwa 6000 Lehrgangsteilnehmer aus. Darunter sind außer Unteroffizieren auch alle anderen Dienstgradgruppen vertreten. Die Bundeswehr bildet Kandidaten mit und ohne Berufsabschluss aus.

Für die Ausbildung zum Unteroffizier bei der Luftwaffe ist mindestens ein Hauptschulabschluss nötig. Wer noch keine Berufsausbildung hat, kann diese bei der Bundeswehr machen. Darunter sind auch 20 zivile Ausbildungsgänge, etwa in kaufmännischen oder technischen Berufen, die jedoch zur militärischen Verwendung in der Bundeswehr passen müssen. Wer bereits einen Berufsabschluss hat, kann direkt als Unterofizier bei der Luftwaffe beginnen. Unteroffiziersanwärter müssen sich für 12 Jahre verpflichten.

Die Soldaten durchlaufen zunächst eine achtwöchige allgemeinmillitärische Ausbildung. Sie sollen unter anderem lernen, mit Waffen umzugehen, ihre Stuben in Ordnung zu halten und militärisch korrekt aufzutreten. Nach der Grundausbildung folgt die  Berufsausbildung, die je nach Ausbildungszweig in der Bundeswehr oder bei einem zivilen Kooperationspartner absolviert wird und etwa 21 Monate dauert. Nach dem Abschluss kehren die Soldaten in die Unteroffiziersschule zurück. In Appen beginnt dann die Fachausbildung für die spezielle Verwendung bei der Luftwaffe. Sie dauert durchschnittlich sechs Monate. 

Außerdem werden an der Schule in Appen ehemalige freiwillige Wehrdienstleistende ausgebildet, die sich entscheiden, bei der Bundeswehr zu bleiben. Die Freiwilligen leisten ihren Dienst bis zu 23 Monate lang bei Luftwaffe, Heer oder Marine und erreichen so Mannschaftsdienstgrade bis zum Hauptgefreiten. Anschließend entscheiden sie sich, ob sie ins zivile Berufsleben wechseln oder ob sie sich als Zeitsoldat, etwa bei der Luftwaffe,  verpflichten. Dies kann er dann in allen Laufbahnen, etwa als Unteroffizieranwärter  tun. Oder als Offizieranwärter, sofern er die Voraussetzungen wie etwa das Abitur erfüllt. Die allgemeine Grundausbildung bleibt ihm dann erspart, weil sie im freiwilligen Wehrdienst schon geleistet wurde.

Mit dem Bau der Kaserne in Appen wurde 1935 begonnen. Im Zweiten Weltkrieg diente der Standort als Fliegerhorst. 1975 bekam der Stützpunkt seinen heutigen Namen. Er ist nach dem Jagdflieger  Hans-Joachim Marseille benannt, der 1942 wegen einer technischen Panne mit seiner Maschine abstürzte und starb.

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