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HSV-Kolumne : So ist Nachwuchsarbeit Geldverschwendung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Autor Lars Zimmermann über die Bedeutung der Jugendarbeit in Bundesligavereinen.

Schalke mischt mit jungen Talenten wie Draxler und Meyer die Bundesliga auf. Bei Bayern München sind Eigengewächse wie Lahm, Schweinsteiger und Müller längst internationale Topspieler, sogar Wolfsburg hat mit Knoche und Arnold zwei hoffnungsvolle Talente integriert. Mainz hat mit dem Verkauf seines Eigengewächses Schürrle einen zweistelligen Millionenbetrag kassiert. Beim HSV hat die A-Jugend mehr als zehn Punkte Rückstand auf Teams wie Jena, Dresden und Kiel. Es droht der Abstieg aus der Bundesliga. In der Regionalliga Nord steht die zweite Mannschaft der Hamburger ebenfalls weit hinter Teams wie Rehden, Flensburg und Goslar.

Angesichts dieser Bilanz könnten böse Zungen vorschlagen, die Nachwuchsarbeit komplett einzustellen und das Geld anders zu verwenden. Es kommt ja ohnehin nichts dabei heraus. Wie schlecht die Jugendarbeit des HSV ist, zeigt die Statistik. Laut Untersuchung des Kicker-Sportmagazins haben in Hamburg seit 2006 nur elf Eigengewächse den Sprung zu den Profis geschafft und sind dort auf durchschnittlich 24 Spiele gekommen. Damit liegt der HSV in einer Rangliste der Profiklubs nur auf Platz 21. Und wer auf schnelle Besserung durch den HSV-Campus hofft, glaubt vermutlich auch noch an den Osterhasen.

Einzige Chance, etwas zu ändern, wäre ein radikaler personeller Schnitt im Nachwuchsbereich. Der HSV sollte versuchen, Jugendtrainer von Vereinen wie Schalke, Freiburg oder 1860 München abzuwerben. Das wäre eine vernünftige Investition. Denn angesichts der finanziellen Nöte sind eigene Talente die einzige Chance, wieder nach oben zu kommen.

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