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Bundestagswahl im Kreis Pinneberg : So funktioniert die Abstimmung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Acht Direktkandidaten und zwölf Parteien treten im Kreis Pinneberg an. Jeder Wahlberechtigte darf zwei Kreuze setzen.

235 978 Männer und Frauen aus dem Kreis Pinneberg dürfen morgen von ihrem demokratischen Recht Gebrauch machen und sich an der Bundestagswahl beteiligen. Dafür erhalten sie gegen Vorlage ihrer in den vergangenen Wochen per Post zugesandten Wahlbenachrichtigungskarte oder des Personalausweises oder des Reisespasses in der Zeit von 8 bis 18 Uhr in dem auf der Karte genannten Wahllokal einen Stimmzettel. Darauf dürfen sie zwei Kreuze setzen: eins in der linken und eins in der rechten Spalte.

In der linken Spalte finden die Wähler acht Namen von Personen, die als Spitzenkandidaten ihrer Parteien im Wahlkreis 7 (Kreis Pinneberg) antreten und direkt in den Bundestag einziehen wollen. Denn von den laut Grundgesetz 598 Bundestagsabgeordneten erhalten die Hälfte einen Platz über das Direktmandat. Die Person, die im Kreis Pinneberg die meisten Stimmen erhält, wird also direkt ins künftige Parlament einziehen.

Zur Wahl stehen Rechtsanwalt, Bundestagsmitglied und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesinnenminister Ole Schröder (CDU) aus Pinneberg, Psychologe und Bundestagsmitglied Ernst Dieter Rossmann (SPD) aus Elmshorn, Kaufmann Olaf Klampe (FDP) aus Pinneberg, Ingenieurin und Bundestagsmitglied Valerie Wilms (Grüne) aus Wedel, Sozialökonomin und Bundestagsmitglied Cornelia Ilse Möhring (Die Linke) aus Giekau, Industriekauffrau Birgitt Piepgras (Piraten) aus Klein Offenseth-Sparrieshoop, Tiefdrucker Ingo Stawitz (NPD) aus Uetersen sowie Physiker Sebastian Hausmann (AfD) aus Wedel.

Anschließend ist ein weiteres Kreuz zu setzen – in der rechten Spalte. In dieser finden die Bürger zwölf Parteien, die in der Region zur Bundestagswahl antreten. Das sind CDU, SPD, FDP, Grüne, Die Linke, Piraten, Rentner, NPD, MLPD, AfD, Freie Wähler und die Tierschutzpartei. Das Setzen eines Kreuzes bestimmt darüber, welche Partei in den Bundestag einziehen soll. Jede, die es schafft, bundesweit mehr als fünf Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen auf sich zu vereinen, wird im neuen Parlament vertreten sein.

Wer im Bundestag sitzen wird, entscheidet sich über die Landeslisten, die die Parteien im Vorfeld festgelegt haben. Deshalb befinden sich unter den Parteinamen auch noch jeweils die Kandidaten, die auf der Landesliste in Schleswig-Holstein auf den vordersten Plätzen stehen. So wird dann ermittelt, welche Personen die zweite Hälfte der 598 Abgeordneten stellen. Auf Schleswig-Holstein entfallen aufgrund seines Anteils an der deutschen Bevölkerung insgesamt 22 Sitze. Außer den elf Direktmandaten aus den elf Wahlkreisen sind daher noch elf Listenmandate zu vergeben.

Es könnte allerdings sein, dass sich die Zahl der Abgeordneten noch erhöht: Wenn eine Partei auf Landesebene mehr Direktmandate erringt als ihr nach der Berechnung auf der Grundlage ihres Zweitstimmenanteils an Sitzen zusteht, gibt es Überhangmandate und Ausgleichsmandate, damit die Zusammensetzung des Bundestages dem Zweitstimmenergebnis entspricht.

Damit auch blinde und sehbehinderte Menschen die Möglichkeit haben, sich an der Wahl zu beteiligen, ist die rechte obere Ecke des Stimmzettels abgeschnitten. Damit erhalten sie die Chance, die richtige Position des Stimmzettels zu ertasten und diesen anschließend mit Hilfe einer Schablone auszufüllen. Landeswahlleiterin Manuela Söller Winkler weist zudem darauf hin, dass auch die Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, sich an der Stimmabgabe beteiligen können: „Wähler mit einer Mobilitätsbeeinträchtigung finden auf ihrer Wahlbenachrichtigungskarte Hinweise, ob ihr Wahlraum einen barrierefreien Zugang hat oder nicht und unter welcher Telefonnummer Informationen über barrierefreie Wahlräume erhältlich sind. Wer nicht lesen kann oder wegen einer körperlichen Beeinträchtigung gehindert ist, persönlich die Stimmen abzugeben, kann sich dabei von einer anderen Person helfen lassen.“ Zudem gebe es in Kliniken und Altenheimen ebenfalls die Chance, wählen zu gehen.

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erstellt am 21.Sep.2013 | 06:00 Uhr

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